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Rechtspartei "Vox" will ins spanische Parlament

Auch Spanien wird von der populistischen und nationalistischen Welle erfasst, die derzeit viele Länder erreicht. Die rechtsextreme Partei Vox trat erstmals nach den Wahlen in Andalusien in Erscheinung. Nun will sie einen Durchbruch im spanischen Parlament schaffen. Dazu Ignacio Garriga, Vox-Kandidat aus Barcelona: "Wir streben die Auflösung des spanischen Regionalmodells an und wir wollen einen einheitlichen Staat. Wir setzen denjenigen etwas entgegen, die einen Staatsstreich organisiert haben. Die Regierung unserer Nation hat zwei illegale Abstimmungen erlaubt. Vox wird als einziger Garant für die nationale Einheit angesehen". Diese Ideen haben in der Bevölkerung Anklang gefunden: "Katalonien wird nicht unabhängig werden. Darüber wird nicht abgestimmt. Entweder sie gewinnen oder wir gewinnen, es gibt keinen Mittelweg." Die Konservativen akzeptieren die harte Linie von Vox. Manchen gehen die Vorschläge nicht weit genug. "Die konservative Volkspartei PP hat sich aufgegeben. Die einzige starke Option ist aktuell Vox". Voxs populistische Rhetorik gegen Einwanderung, gegen Frauen, gegen die Geschlechterpolitik und für den Einsatz von Waffen hat viele Wähler überzeugt. "Es gibt einige Themen, die mir in ihrem Programm nicht gefallen, aber ich stimme mit allem zu 99 % überein". Für die Analysten hat die Attraktivität der Rechtspopulisten verschiedene Gründe: "Es gibt tief greifende Veränderungen in Bezug auf die wirtschaftliche Globalisierung. Es ist eine Globalisierung, die nicht politisch organisiert wurde. Dies führt zu Unordnung, die wiederum Reaktionen hervorruft, die eindeutig von der spanischen nationalen Identität geprägt sind. Es entsteht eine defensive und aggressive Reaktion, die separatistische Bestrebungen unterdrücken will". Die Separatisten lehnen jegliche Verantwortung für diesen Effekt ab. "Der Aufstieg des Faschismus in Spanien ist nicht die Schuld der sezessionistischen Bewegung. Wir sind nicht verantwortlich für den Aufstieg an die Macht, von Bolsonaro, Trump, Salvini oder Orban". Nach dem Referendum ist die separatistische Bewegung gespalten. Die vom inhaftierten Oriol Junqueras vertretene Linkspartei ERC weigert sich, eine rechtsgerichtete Regierung mit Vox zu unterstützen. "Wir werden sicherlich nicht die Reiter der Apokalypse in den Regierungspalast einziehen lassen, aber wir werden Sánchez auch keinen Blankoscheck geben". Das separatistische Wahlbündnis will jede Regierungsvereinbarung ohne katalanische Selbstbestimmung ablehnen. Dazu Kandidatin Laura Borras: "Wir werden nicht aus Angst vor der extremen Rechten handeln. Wir haben bereits unter der extremen Rechten gelebt, als drei spanische Parteien die direkte Herrschaft über Katalonien hatten. Eine Alleinherrschaft der Konservativen oder eine Koalition mit den Sozialisten macht für Katalonien keinen Unterschied". Das Wahlergebnis in Spanien wird zeigen, welchen Stellenwert die Rechtspopulisten künftig haben werden.

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