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Russland: Schwimmendes Atomkraftwerk

Im russischen Murmansk ist das erste schwimmende Atomkraftwerk der Welt in See gestochen. Verabschiedet wurde es mit Gesang und Tanz. Die Umweltschutzgruppe Greenpeace warnt vor einem „schwimmenden Tschernobyl“. Die Arbeiten an dem Kraftwerk wurden 2006 in St. Petersburg aufgenommen. Der Betreiber betont, für die Umwelt bestehe keine Gefahr, sondern es handele sich im Gegenteil um eine Verbesserung, da man nun auf ein Kohlekraftwerk verzichten könne. Sergeej Iwanow, Sondergesandter für Verkehr und Umwelt, sagt: „Während des Baus wurde die Anlage von mehreren Vertretern der Internationalen Atombehörde begutachtet. Es gab keine einzige Beanstandung und niemanden, der seine Sorge ob möglicher Umweltschäden ausgedrückt hat. Es gab nur Zufriedenheit.“ Der Koloss wird nun rund 5000 Kilometer zurücklegen und nach seiner Ankunft in der Region Tschukotka im äußersten Nordosten Russlands die Stadt Pevek mit Strom versorgen. Je nach Wetterlage und abhängig von der Menge des Treibeises wird die Fahrtzeit mit vier bis sechs Wochen angegeben.

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