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Studie: Großstädte bauen zu wenig - ländliche Kommunen zu viel

Ob Berlin, Köln, Stuttgart oder München : In deutschen Großstädten besteht ein gravierender Wohnungsmangel. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft wurden in den sieben größten Städten des Landes seit 2016 nur 71 Prozent der Wohnungen gebaut, die benötigt werden. Besonders dramatisch ist die Lage demnach in Köln: Dort sei der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum noch nicht einmal zur Hälfte gedeckt. Auch in vielen Universitätsstädten wie Münster werde zu wenig gebaut. Das arbeigebernahe Institut schätzt den Bedarf bis 2020 deutschlandweit auf über 340.000 Neubauwohnungen. In den vergangenen zwei Jahren wurden aber nur rund 280.000 Wohnungen gebaut. Das liege unter anderem an langwierigen Genehmigungsverfahren aufgrund von Personalmangel in den Bauämtern und Widerstand in der Bevölkerung, restriktiven Bauvorschriften und Fachkräftemangel im Baugewerbe. Zudem übe der starke Zuzug in die Städte hohen Druck auf den Wohnungsmarkt aus. Die Autoren empfehlen, dass besonders finanziell angespannte Städte wie Berlin und Köln bei ihren Bautätigkeiten vom Land und Bund unterstützt werden. Allerdings gehen sie auch davon aus, dass sich die Lage wegen des demographischen Wandels zumindest in einigen Städten in den kommenden Jahren entspannt. Gleichzeitig werde auf dem Land oft zu viel gebaut, so etwa in Sachsen-Anhalt, Sachsen, im Saarland und in den Randgebieten Bayerns. Um das Aussterben von Stadt- und Dorfzentren zu verhindern, sollten eher Altbauten renoviert, statt Neubaugebiete errichtet werden, empfiehlt die Studie.

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