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#EUroadtrip: Neapel kämpft mit Sport gegen das Image von Kriminalität

Der euronews-Roadtrip hat Neapel erreicht. Unweigerlich kommen Erinnerungen an die Fernsehserie "Gomorrha" auf, in der ein Mafia-Clan im Mittelpunkt steht. Der Stadtteil Scampia gilt als ein Ort, an dem Armut und Kriminalität herrschen. Die Nachbarschaft versucht dieses Image loszuwerden. Wir treffen uns vor Ort mit Gianni Maddaloni, der "Meister" genannt wird und der Vater des Judo-Olympiasiegers Giuseppe ist. Maddalonis Turnhalle hat viele Kinder von der Straße geholt. Die Türen stehen allen offen - unter einer Bedingung: die Einhaltung der Regeln. "Das hier ist ein soziales Fitnessstudio. Nur sehr wenige Leute bezahlen. Nur diejenigen, die sich das Geld leisten können. Wo es keinen Vater, keine Familie gibt, sind wir da. Das ist auch die Bedeutung des Sports", erklärt Judo-Meister Maddaloni. Euronews-Reporterin Elena Cavallone fasst zusammen: "In dieser Turnhalle versuchen sie, das Niveau der Kriminalität zu senken und den Kindern trotz aller Schwierigkeiten die Werkzeuge für eine bessere Zukunft zu geben. Hier endet das Training um 21 Uhr, aber für viele dieser Kinder geht der Kampf weiter." Die Jungen, die hierher kommen, haben oft eine bewegte Vergangenheit. Einen Vater im Gefängnis und eine alleinerziehende Mutter. Genau das ist die Geschichte von Francesco, der vor 5 Jahren beschloss, sein Leben zu ändern. Er war früher ein Raufbold und unterrichtet jetzt die Jüngeren im Judo. "Sport vermittelt Werte und Respekt vor den Menschen. Beides hatte ich als Kind nicht. Aber mit einem so anspruchsvollen Meister musst du dein Verhalten ändern", erinnert sich der Judoka Francesco Esposito. Das Fitnessstudio ist auch ein Treffpunkt für bedürftige Familien, die hier Lebensmittel bekommen. Scampia hat keine Priorität für Politiker, erklärt Lucia. Sie lebt seit den 1970er Jahren in Scampia und bringt ihren Sohn ins Fitnessstudio von Maddaloni. Viele fühlen sich von den Institutionen im Stich gelassen, sagt sie. "Ich möchte, dass diese Leute hierher kommen, um zu sehen, und sich nicht nur auf das verlassen, was andere Leute sagen. Ich möchte, dass sie nicht nur bei bevorstehenden Wahlen kommen", sagt Lucia Valese, eine Bewohnerin Scampias. Nur wenige Wochen vor den Europawahlen ist die Botschaft der Eltern aus Scampia an die Politiker klar: Vergessen Sie diesen Vorort und seine jungen Leute nicht. Dieser Artikel ist Teil einer Serie von Euronews. Die anderen Geschichten finden Sie in unserer Übersicht: #EUroadtrip | Euronews berichtet vor den Europawahlen aus der EU

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