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"Wichtiger als Mondladung": Weltumsegelung vor 500 Jahren

Mit einer Zeremonie zu Wasser und zu Land gedachte Spanien in der andalusischen Hafenstadt Sanlúcar de Barrameda der ersten Weltumsegelung vor 500 Jahren. Am 20. September 1519 stach der portugiesische Entdecker Ferdinand Magellan von dem Sevilla vorgelagerten Hafen in See. Im Auftrag des spanischen Königs sollte eine neue Route nach Indien und zu den sogenannten Gewürzinseln, den heutigen Molukken, gefunden werden. Die Umrundung der Welt war also gar nicht das Ziel der Expedition. Magellan sollte die Aufgabe vollenden, an der Amerika-"Entdecke"» Christoph Kolumbus knapp drei Jahrzehnte zuvor und anschließend auch andere berühmte Seefahrerkoryphäen wie João de Solis gescheitert waren. Das Ziel war damals vor allem - im harten Konkurrenzkampf mit dem Nachbarn Portugal - der direkte Zugang zum Pfeffer, der damals mit Gold aufgewogen wurde. Die erste Weltumsegelung war nach Meinung von Vizeadmiral Ignacio Horcada Rubio vom ministeriellen Ausschuss des "V Centenario", derweil mehr als Gold oder Pfeffer wert. "Sie war wichtiger als die erste Mondlandung", sagt der Mann, der anlässlich des Jubiläums in Spanien seit Monaten durch das Land tourt und Vorträge hält. Die Expedition von 1519 entdeckte die nach dem Seefahrer benannte Magellan-Straße, eine Meerenge zwischen dem südamerikanischen Festland und Feuerland. 1521 kam Magellan auf der Insel Mactan in Südostasien bei einem Gefecht ums Leben. Die erste Weltumseglung wurde am 6. September 1522 vollendet, als ein einziges Schiff der Flotte wieder in den Hafen von Sanlúcar zurückkehrte. Spanien und Portugal feiern das Jubiläum zusammen bis 2022 mit Dutzenden Veranstaltungen.
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