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#EUroadtrip mit LKW-Fahrern: Geringe Löhne und Überstunden

Euronews unternimmt derzeit einen Roadtrip durch 14 EU-Länder, um herauszufinden, was den Europäerinnen und Europäern wirklich wichtig ist, im Hinblick auf die Europawahl im Mai. Unsere Teams haben nun die Grenze zu Spanien überquert und beschlossen, einen Teil ihrer Reise in einem Lastwagen fortzusetzen, um die Lebens- und Arbeitsrealität von denen zu verstehen, die die meiste Zeit ihres Lebens auf der Straße verbringen. Jose und Daniel sind bereits sieben Tage am Stück unterwegs. Sie sind müde, aber sagen, dass die Straße ihr Leben ist. Jose Polo: "Wie viele Stunden? Wir sind 24 Stunden am Tag hier." Anelise Borges (Euronews-Korrespondentin): "Und wie viel verdienen Sie?" Jose Polo: "Ich kann - in einem guten Monat - 1.700 Euro verdienen. In einem guten Monat! Früher wurden wir fair bezahlt, aber jetzt... Meinem Arbeitgeber geht es gut. Und auch andere Unternehmen entwickeln sich gut. Aber die Arbeiter sind diejenigen, die am wenigsten davon haben". Daniel Rodríguez: "Es bricht einem das Herz, seine Familie zurücklassen zu müssen und seine Frau und sein Kind nicht zu sehen. Aber wenigstens arbeiten wir und bringen Geld mit nach Hause." Großer Mangel an LKW-Fahrern in Europa In ganz Europa haben Unternehmen Schwierigkeiten, LKW-Fahrer einzustellen und am Arbeitsplatz zu halten. Der europäische Straßenverkehrssektor steht vor dem größten Mangel an Berufskraftfahrern seit Jahrzehnten. 40 Prozent der Stellen bleiben dieses Jahr voraussichtlich unbesetzt. Geringe Löhne und Überstunden sind keine sehr attraktive Kombination. In Bezug auf Europa sagten Daniel und Jose, dass sie glauben, einige Vorteile der EU von ihrer Position aus gut beobachten zu können - aber auch einige ihrer Fehler. Die beiden wollen dasselbe wie andere europäische Arbeitnehmer: bessere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Sie hoffen, dass die EU helfen kann und sagen, dass sie im Mai abstimmen werden. Große Lohnunterschiede in Europa: "Was nützt es, in der EU zu sein?" Anelise Borges: "Sie bereisen ganz Europa, durchqueren viele Länder. Was halten Sie vom europäischen Projekt? Ist es ein Projekt, das Spanien geholfen hat, das Ihnen in irgendeiner Weise geholfen hat? Oder hilft es gar nicht?" José Polo: "Also, mal sehen. Mittlerweile ist es einfach, in ganz Europa herumzukommen, früher war es komplizierter, mit Zollabfertigungen hatten wir etwa viel Zeit verschwendet. Auch mit der einheitlichen Währung ist es heute einfacher - wir müssen nicht ständig Geld wechseln. Aber natürlich befinden sich nicht alle europäischen Länder in der gleichen Situation. Die Infrastruktur betreffend sind Deutschland und Frankreich Lichtjahre vor uns. Auch die Löhne sind sehr unterschiedlich. Der Lohn eines deutschen Arbeiters ist nicht mit dem eines Spaniers vergleichbar. Und so fragt man sich manchmal, was es nützt, in Europa zu sein." Nach unserem Abschied haben Jose und Daniel noch eine Strecke von 260 Kilometern vor sich, bevor sie ihr Zuhause im südspanischen Huelva erreichen, um daraufhin wieder aufzubrechen. Ein Leben auf Europas Straßen.
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