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Bosnien: Anwohner blockieren giftige Mülldeponie

Anblicke wie dieser sind in der südbosnischen Stadt Mostar keine Seltenheit. Der Grund: Anwohner, die in der Nähe der einzigen Mülldeponie der Stadt wohnen, haben ihren Zugang blockiert. Damit wollen sie verhindern, dass gefährliche Abfälle - etwa aus der Medizin und Tierproduktion - und Klärschlamm dort abgeladen werden. Denn genau das sei passiert, so die Anwohner des angrenzenden Wohngebiets. "Unser Kampf geht weiter, er ist nicht einfach. Aber ohne ein Opfer zu bringen werden wir nichts erreichen. Wir wollen einfach ein normales Leben, normale Luft atmen und alles schön sauber und ordentlich haben. Das, was alle normalen Menschen wollen" , sagt dieser Anwohner. Die Deponie existiert schon seit den 1960er Jahren und sollte eigentlich für gesundheitlich unbedenklichen Haushaltsmüll genutzt werden. Doch jüngst waren Ergebnisse von Wassertests bekannt geworden, denen zufolge der Klärschlamm eine gefährliche Konzentrationen von giftigen und krebsauslösenden Chemikalien (Polychlorierte Biphenyle PCB) aufwies. Seit zehn Tagen blockieren die Anwohner die Zufahrt und fordern die Dekontaminierung der Halde. Ob sich die Behörden eines der größten Touristenziele in Bosnien davon beeindrucken lassen, wird sich zeigen. Doch die Anwohner sind entschlossen, nicht aufzugeben.
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