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Darum leuchtet die Sonne heute wie ein roter Feuerball

DIE WELT-Logo DIE WELT 17.10.2017
Ex-Hurrikan "Ophelia" verfärbt das Sonnenlicht über Hamburg © dpa Ex-Hurrikan "Ophelia" verfärbt das Sonnenlicht über Hamburg

Im Norden, Nordwesten und Westen Deutschlands war die Sonne am Vormittag rot gefärbt. Verantwortlich für das Farbschauspiel ist der Sturm "Ophelia". Er hat Staub- und Rußpartikel ins nördliche Mitteleuropa getrieben.

Farbenfrohes Spektakel: Über Teilen Mitteleuropas hat die Sonne am Dienstagvormittag wie ein roter Feuerball geleuchtet. Auch der Himmel färbte sich mancherorts orange. "In Deutschland war das Phänomen nordwestlich einer Linie von der Eifel zur Uckermarck – also im Norden, Nordwesten und Westen - zu sehen", sagte Adrian Leyser, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst, der WELT.

Die intensiv rote Farbe erklärt Leyser mit den Auswirkungen des Ex-Hurrikans "Ophelia". Dieser habe Staub aus der nordafrikanischen Sahara und von den Waldbränden in Portugal nach West- und später ins nördliche Mitteleuropa getrieben. "Durch die Partikel werden die eher kurzwelligen, bläulichen Teile des Sonnenlichts gestreut", so Leyser. "Übrig bleibt der langwellige, rötliche Teil des Lichts." Die Sonne erscheint so orangerot.

Besonders deutlich sieht man dies dem Meteorlogen zufolge vormittags und abends. "Dann steht die Sonne flacher und das Licht muss eine längere Strecke durch die Atmosphäre zurücklegen", sagte er.

Das Phänomen gibt es laut Leyser mehrmals im Jahr, nicht immer sei es aber so deutlich sichtbar wie am Dienstagvormittag. "Die Kombination von Sahara-Staub und Rußpartikeln ist jedoch eher selten", sagte er.

Goldener Oktober neigt sich dem Ende zu

Von dem Farbschauspiel waren auch viele Hamburger fasziniert, an der Außenalster unterbrachen Jogger und Spaziergänger ihre Runden, um den Feuerball zu fotografieren. Diese Fotos entstanden in der Hansestadt:

In Köln war der das Phänomen ebenfalls zu sehen:

In weiten Teilen Großbritanniens tönte der Staub den Himmel bereits am Montag orange, die Sonne erschien rot. Eindrücke aus London:

Schon am Mittwoch dürfte der Effekt in Deutschland jedoch nachlassen: "Die staubhaltigen Luftmassen werden nach Norden und Osten abgedrängt. Auch der Regen, der von der Nordsee langsam auf den Norden Deutschlands übergreift, dürfte die Partikel aus der Luft waschen", sagte Leyser.

In den nächsten Tagen ist auch mit dem goldenen Oktober Schluss. Spätestens zum Wochenende wird es laut Vorhersage trüb und grau. Der Deutsche Wetterdienst erwartet einen Temperatursturz um bis zu zehn Grad, Wolken und Regen. Dazu weht ein kräftiger Wind.

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