Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Juncker: "Die Briten waren von Anfang an nur Teilzeit-Europäer" - Exklusivinterview

Jean-Claude Juncker, der scheidende Komissionschef, sieht den Brexit nicht als das größte Scheitern seiner Amtszeit. In einem exklusiven Interview mit Euronews am heutigen Donnerstag sagte er, dass er beim Referendum 2016 kein Mitspracherecht hatte, man habe ihn damals angewiesen, nicht einzugreifen. "Den Briten wurde mehr als 40 Jahre lang gesagt, dass sie dabei sind, aber sie wollten nicht alle beschlossenen Richtlinien teilen. Die Briten waren von Anfang an Teilzeit-Europäer, was wir brauchen, sind Vollzeit-Europäer", so Juncker. Juncker ist nach wie vor der Ansicht, dass Großbritannien trotz des politischen Chaos, das derzeit auf der Insel herrscht, die EU verlassen will. Er fügte jedoch hinzu, dass der Brexit eine "Verlust-Verlust-Situation" für Großbritannien und die EU sei. Über die "europäische Lebensweise" Die Aufgabenbeschreibung des neuen Vizepräsidenten der Kommission, Margaritis Schinas, der "The European Way of Life" schützen soll und für Migration, Sicherheit, Arbeitsmarkt und Bildung verantwortlich ist, muss nach Einschätzung Junckers geändert werden. "Ich mag die Vorstellung nicht, dass die europäische Lebensweise der Migration entgegengesetzt ist. Die Akzeptanz von Menschen, die aus der Ferne kommen, ist Teil der europäischen Lebensweise", sagte er und fügte hinzu, dass das Portfolio präziser sein sollte. Juncker sagte, dass der "European Way of Life" für ihn bedeutete, die wichtigsten Talente und Energien sowie den Respekt vor anderen unabhängig von ihrer Hautfarbe und ihrem Heimatland zusammenzuführen. Auf die Frage, ob er die Kontrolle über die Migration verloren habe, sagte Juncker, dass es die Mitgliedstaaten seien, die die Kontrolle über die Migration verloren hätten.
image beaconimage beaconimage beacon