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Lage am größten Staudamm der USA weiter angespannt

AFP-LogoAFP 14.02.2017
Am Oroville-Staudamm wurde gezielt Wasser abgelassen: Um schwere Überschwemmungen zu verhindern, haben die Behörden in Kalifornien gezielt Wasser aus dem Stausee von Orovlle abgelassen. © Bereitgestellt von AFP Um schwere Überschwemmungen zu verhindern, haben die Behörden in Kalifornien gezielt Wasser aus dem Stausee von Orovlle abgelassen.

In den von einer Überschwemmung bedrohten Gebieten am Oroville-Staudamm im Norden des US-Bundesstaats Kalifornien bleibt die Lage angespannt. In einem Wettlauf gegen die Zeit bemühten sich die Behörden, den beschädigten Überlaufkanal des nach heftigem Regen randvollen Stausees zu reparieren. Ab kommendem Donnerstag werden neue Niederschläge erwartet, weshalb bereits große Wassermassen kontrolliert abgelassen wurden. Die Evakuierungsmaßnahmen für fast 200.000 Menschen blieben in Kraft.

Der Überlaufkanal des größten Staudamms der USA halte derzeit, auch wenn die "Infrastruktur beschädigt" sei, sagte der zuständige Sheriff, Kory Honea, am Montag. Sorge bereitete den Behörden derweil, dass für die zweite Wochenhälfte erneut Gewitter und Regen vorhergesagt wurden.

Für Donnerstag, Freitag und Samstag seien neue Gewitter angekündigt, "aber sie scheinen schwächer als die der vergangenen Tage" auszufallen, sagte Bill Croyle, amtierender Leiter der Wasserbehörde des Bundesstaates. Auch Anfang kommender Woche soll es demnach regnen.

Massenevakuierungen in Kalifornien: Um schwere Überschwemmungen zu verhindern, haben die Behörden in Kalifornien gezielt Wasser aus dem Stausee von Orovlle abgelassen. © Bereitgestellt von AFP Um schwere Überschwemmungen zu verhindern, haben die Behörden in Kalifornien gezielt Wasser aus dem Stausee von Orovlle abgelassen.

Nach wochenlangen schweren Regenfällen ist das Reservoir des 235 Meter hohen Staudamms etwa 120 Kilometer nördlich der kalifornischen Hauptstadt Sacramento randvoll. Der Damm selbst droht nach Behördenangaben nicht zu brechen, doch bereitet der beschädigte Überlaufkanal Sorge. Sollte der Entlastungskanal brechen, würden die Wassermassen aus dem See von Oroville stürzen, warnten die Behörden.

Am Sonntag hatten die Behörden die Evakuierung des Gebietes angeordnet, betroffen waren 200.000 Menschen. Geräumt werden musste auch ein Gefängnis im County Butte, 578 Häftlinge wurden an sichere Orte verlegt.

Die Behörden ließen zudem riesige Wassermassen über den Hauptabfluss ab, um Schlimmeres zu verhindern. Dadurch sank der Pegel im Reservoir am Sonntagabend soweit, dass vorerst kein Wasser mehr in den Überlaufkanal weiterfloss. Mit dem erwarteten neuen Niederschlag droht nun erneut eine gefährlicher Pegelstand.

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