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Mithilfe von EU-Millionen: See in Griechenland führt wieder Wasser

Schon berühmte Dichter aus der Antike haben über den Karla-See in Griechenland geschrieben. Heute ist der See wieder der Stolz der Region Thessaloniki - auch weil das Wasser zurück ist. Das war nicht immer so: In den 60er-Jahren haben die Griechen den See komplett trocken gelegt, um die Fläche für Landwirtschaft zu nutzen. Mithilfe einer EU-Förderung von fast 38 Millionen Euro ist der See wiederhergestellt worden - viele Tiere sind zurück am Ufer. Der See soll mehr Touristen in die Region locken "Die Natur hat uns belohnt. Wir haben etwa 180 Vogelarten und 14 Fischarten gezählt, die zu dem See zurückgekehrt sind. Somit haben wir die Renaturierung erreicht, was eines der Hauptziele des Projektes war", sagt Pantelis Sidiropoulos, Geschäftsleiter der Karla-Region. Auch die Bewohner der umliegenden Dörfer freuen sich über die Rückkehr des Sees. Rad- und Wanderwege sollen Touristen in die unscheinbaren Orte locken. Landwirte nutzen das Wasser, um ihre Felder zu bewirtschaften. "Für uns ist das fast ein bisschen emotional. Wir sind groß geworden mit den Bildern unserer Großeltern vom Karla-See. Das Wasser wird nun richtig genutzt. Das ist wichtig. Wir sind nun wettbewerbsfähiger", erzählt ein Landwirt. Kommt auch der Fischfang zurück? Im Dorf Kanalia, das nur wenige Kilometer vom Ufer entfernt liegt, erinnern sich die Bewohner gerne an frühere Zeiten zurück. Damals florierte der Fischfang in der Region - bis er genauso wie der See verschwand. Manche hoffen, dass die Fischer nun wieder auf Fang gehen können: "Wenn es erlaubt wird, wieder im See zu fischen, bin ich der Erste, der ausfährt. Ich habe mein Boot und die Netze noch. Es gibt einen riesigen Fischbestand. Vielleicht kann man noch nicht mal die Netze ausbringen", meint ein älterer Bewohner von Kanalia. "Das Seeprojekt ist ein göttliches Geschenk" Die Europäische Union hat bei den Menschen an Bedeutung gewonnen. Denn das riesige Sumpfgebiet wäre ohne die Förderung aus Brüssel wohl so nicht umsetzbar gewesen. Das sieht auch Kostas Agorastos, Gouverneur der Region Thessaloniki, so: "Es gäbe gar kein Projekt, hätte die EU nicht geholfen. Das Projekt revolutioniert unsere Region. Es hat das Leben der Menschen verändert. Die Bewohner sehen es als ein göttliches Geschenk an. Außerdem ist es das größte Umweltprojekt in Südosteuropa." Ein erneutes Trockenlegen des Karla-Sees will Griechenland verhindern. Ein Naturkundemuseum und ein Infozentrum bringen deshalb unter anderem Schülern die ökologische Bedeutung des Sees näher.
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