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Sea-Watch-3 bleibt auf offenem Meer

Eine Woche nach der Aufnahme von 53 Migranten im Mittelmeer dümpelt das Rettungsschiff Sea-Watch-3 immer noch vor der italienischen Insel Lampedusa. Bislang durften zehn erkrankte Bootsflüchtlinge das Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch verlassen und in Italien an Land gehen. Gegen sie eröffnete ein Gericht in der sizilianischen Stadt Agrigent ein Verfahren wegen illegaler Einwanderung. Die Migranten waren in Libyen in See gestochen. Hilfsorganisationen ist es seit vergangener Woche gemäß eines Regierungsdekrets unter Strafandrohung untersagt, unerlaubt in italienische Häfen einzufahren. Die Sea-Watch-Sprecherin Giorgia Linardi sagte in Lampedusa: "Tripolis und ganz Libyen werden von internationalen Institutionen, auch von der EU und selbst von der italienischen Regierung, als unsicher eingestuft. Basierend auch auf dem, was die Geflüchteten berichten, kommt für den Kapitän eine Rückführung der Menschen nicht in Frage." 50 deutsche Städte stehen bereit Nach Angaben des deutschen Innenministeriums haben über 50 deutsche Städte und Gemeinden erkklärt, die Migranten aufnehmen zu wollen. Voraussetzung sei allerdings unter anderem eine breite Beteiligung anderer EU-Mitgliedstaaten. Euronews-Reporterin Valerie Gauriat kommentierte in Lampedusa: "Wir alle hier in Lampedusa warten auf den Abschluss der Sea-Watch-3-Mission. Der Ärger wächst. Viele, darunter auch Fischer, glauben, dass die Menschen von der EU aufgegeben werden zugunsten von Geschäftsinteressen." Ein Fischer in Lampedusa meinte: "Wir müssen sie in ihren Herkunftsländern unterstützen. Die Europäer haben sie mit ihrem Kolonialismus ausgebeutet. Wir dürfen die Länder nicht länger bestehlen und ihnen ihre Rohstoffe wegnehmen. Ich habe die Lega-Partei gewählt, weil wir uns mit (dem italienischen Innenminister - d. Red.) Matteo Salvini sicher fühlen." Sea-Watch begrüßte die Solidarität der 50 Städte und Gemeinden. Die EU kneife, so Sea-Watch:
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