Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Verkehr in Köln und der Region: Stau-Chaos nach vielen Unfällen auf eisglatten Straßen

EXPRESS-Logo EXPRESS 31.01.2019 express
Die Kölner Innenstadt ist vom Schnee gepudert. © Max Grönert Die Kölner Innenstadt ist vom Schnee gepudert.

Nach mehreren Unfällen auf dem Kölner Autobahnring staut sich der morgendliche Berufsverkehr auf weiten Teilen der Autobahnen rund um Köln. Zusätzlich müssen Autofahrer wegen Schnee und Eis am Donnerstagmorgen viel Zeit und Geduld mitbringen. Frostige Temperaturen verursachen laut Deutschem Wetterdienst vielerorts glatte Straßen.

Nach einem Unfall im Autobahnkreuz Köln-West in Fahrtrichtung Olpe staut sich der Verkehr zurück bis zum Autobahnkreuz Kerpen, zusätzliche Fahrtzeit hier: 45 Minuten. Auch in Fahrtrichtung Aachen geht es auf der A4 zwischen den Kreuzen Köln-Süd und Köln-West derzeit kaum voran, zusätzliche Fahrtzeit nach Angaben des Landesstraßenbauamtes: mehr als 60 Minuten.

Schnee_Frau_vor_Dom © Uwe Weiser Schnee_Frau_vor_Dom

Ebenfalls eine Stunde mehr Fahrtzeit müssen Autofahrer einkalkulieren, die aktuell aus Richtung Norden auf der A57 nach Köln kommen wollen, weil es einen langen Stau vor dem Kreuz Köln-Nord gibt.

Weitere Staus und zähfließenden Verkehr meldet das Landesstraßenbauamt auf der A59 von Bonn in Richtung Köln, aber auch in Gegenrichtung vor dem Dreieck Sankt Augustin sowie auf der A1 in Richtung Dortmund  zwischen der Ansschlussstelle Köln-Lövenich und der Brücke über den Rhein. 

Viel Geduld muss auch aufbringen, wer auf der A4 in Richtung Köln unterwegs ist. Dort staut es sich etwa ab Untereschbach, zusätzliche Fahrtzeit: mehr als 30 Minuten. 

Das könnte Sie auch interessieren:

Eiseskälte in den USA: «Lebensbedrohliche» Bedingungen

Schutz für Obdachlose wegen starker Kälte in den USA

Video wiedergeben

Viele Unfälle auch am Vortag in NRW

Welche Auswirkungen die Schneefront auf NRW hatte, zeigte sich vor allem in Aachen und der Städteregion: Dort zählte die Polizei alleine bis zum Mittag mehr als 70 Unfälle, überwiegend mit Blechschaden.

In Köln zählte die Polizei von Mittwochabend bis 5 Uhr am Donnerstag insgesamt 41 Unfälle, die auf das Wetter zurückzuführen waren. 16 Mal krachte es im Rhein-Erft-Kreis. Zwei Autofahrer mussten nach einer Kollision in Bergheim ins Krankenhaus.

Schnee_Bruehl © Kämpf Schnee_Bruehl

Im ostwestfälischen Delbrück bei Paderborn verunglückte ein 57-Jähriger schwer. Sein Auto war laut Polizei mit Sommerreifen von einer glatten Fahrbahn abgekommen und gegen zwei Bäume gefahren. Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde er in ein Krankenhaus gebracht. 

Schnee legt Flughafen Köln/Bonn zeitweise lahm

Am Flughafen Köln/Bonn kam es am Mittwochabend ab 19 Uhr zu Einschränkungen. Es mussten vier Ankünfte annulliert und fünf weitere umgeleitet werden. Zwei Flugzeuge wurden nach München umgeleitet, drei nach Frankfurt. Auch fünf Abflüge mussten gestrichen werden.

Aufgrund der vereisten und zugeschneiten Start- und Landebahnen kam es zusätzlich bei einigen Flügen zu Verspätungen.

Tauwetter im Flachland angekündigt

Laut Wettervorhersagen soll der Niederschlag erst am Donnerstagvormittag allmählich abklingen und das Wetter ruhiger werden.

Für die kommenden Tage kündigt der Deutsche Wetterdienst im Flachland sogar bereits wieder Tauwetter an: Am Wochenende sollen die Temperaturen dort wieder deutlich über Null (bis zu sieben Grad) klettern und die Schneedecke schmelzen lassen.

Anders in den Höhenlagen: Die Skigebiete in NRW bereiten sich auf einen großen Ansturm am Wochenende vor.

Trotz der steigenden Temperaturen am Tag droht natürlich weiter Glatteis. Denn in der Nacht fällt das Thermometer weiterhin bis auf oder unter den Gefrierpunkt.

Droht uns noch der „Arctic Outbreak”?

Bereits Ende der vergangenen Woche warnte der Deutsche Wetterdienst mit einer Kältewelle, die vier Wochen dauern könnte, dem sogenannten „Arctic Outbreak“.

Strenge Kälte, über mehrere Wochen – droht uns ein heftiger Winter? Vor wenigen Tagen erklärte Robert Hausen vom DWD in „Deutschlandfunk Nova”: Der „Arctic Outbreak” wird vorerst nicht kommen, jedenfalls nicht sofort. 

„Sibirische Kälte nicht weit entfernt”

Aber Hausen sagt auch: „Das Temperaturniveau bleibt winterlich und die sibirische Kälte, die bleibt weiterhin nicht weit entfernt von uns." 

Es könne immer sein, so Robert Hausen, dass in den nächsten Wochen durchaus noch ein Outbreak droht.

Deutscher Wetterdienst

Der DWD ist eine Bundesoberbehörde mit Sitz in Offenbach am Main. Der Deutsche Wetterdienst ist der nationale meteorologische Dienst der Bundesrepublik Deutschland.

Die Unwetterwarnungen des DWD betreffen meist große Gebiete und können daher recht ungenau sein. Vor allem lokale Unwetter oder Tornados entwickeln sich sehr kurzfristig. Davor gezielt zu warnen, ist für Meteorologen schwer.

Warnsystem verbessert

Im Juni 2016 hat der DWD deshalb sein Warnsystem verbessert. Seitdem werden nicht mehr ganze Landkreise, sondern die konkret betroffenen Gemeinden vor Unwettern gewarnt.

Bis 2016 war die Republik in 400 Warngebiete, nämlich die Landkreise, aufgeteilt. Das wurde nun geändert. Es kann kleinräumiger gewarnt werden.

Eine Garantie gibt es nicht

Trotzdem sollten Sie sich nicht komplett auf die Vorhersage des DWD verlassen. Das Wetter bleibt ein chaotisches System, es wird den Menschen auch in der Zukunft immer wieder durch unvorhersehbare Entwicklungen überraschen.

Am schnellsten kommen Sie an die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes über die Seite www.wettergefahren.de oder über die kostenlose WarnWetter-App.

(mg/dpa)

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von EXPRESS

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon