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95 Liter pro Quadratmeter - Starkregen war nirgendwo so heftig wie in Köln

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 20.07.2017 Clemens Draxler

Überflutete Straßen, gestrichene Flüge, Stromausfälle und mehr als 900 Einsätze der Feuerwehr. Diese Bilanz zieht Köln nach dem Unwetter, das am Mittwoch und Donnerstag über NRW tobte.

Das Gewitter, das in ganz Nordrhein-Westfalen zu Überflutungen führte, hat Köln besonders schwer getroffen. Mehr als 900 unwetterbedingte Einsätze verzeichnet die Kölner Feuerwehr seit Mittwoch um 16 Uhr. Um die große Zahl der Einsätze bewältigen zu können, wurde die Berufsfeuerwehr von zahlreichen Einheiten der freiwilligen Feuerwehren unterstützt. Viele Straßenzüge und Unterführungen sowie eine U-Bahn-Station waren überflutet. Autofahrer mussten teilweise aus ihren Wagen befreit werden, weil sie sich in den Wassermassen festgefahren hatten. Auch der Kölner Hauptbahnhof stand kurzzeitig unter Wasser. 

Keine Verletzten

Einige Autofahrer wurden vom Wasser in überfluteten Unterführungen überrascht. Größtenteils konnten sie sich selbstständig aus ihren Autos befreien, teilweise mussten sie von der Feuerwehr befreit werden. Nach Erkenntnissen der Kölner Feuerwehr wurde trotz der schweren Gewitter  niemand verletzt.

Land unter in Köln nach Unwetter © Arton Krasniqi Land unter in Köln nach Unwetter

Nachdem es am Abend schien, als wäre das Gewitter vorüber, setzte am Donnerstagmorgen erneut schwerer Regen ein. 95 Liter Regen pro Quadratmeter wurden in Köln-Stammheim gemessen. Das war Donnerstagvormittag die höchste Niederschlagsquote in ganz Deutschland. Einige Straßen wurden erneut überflutet. 50 weitere Einsätze verzeichnete die Feuerwehr aufgrund des erneuten Regens. Am Nachmittag muss mit weiteren Regenschauern gerechnet werden. Die Unwettergefahr sei inzwischen aber eher gering, so der Deutsche Wetterdienst.

Überflutete U-Bahn-Station nach wie vor gesperrt

In einigen Gegenden Kölns fiel am Mittwoch wegen des Gewitters der Strom aus. Gegen 17 Uhr wurden Stromausfälle in Nippes, Bilderstöckchen, Ehrenfeld und in Lindenthal gemeldet. Mobile Einsatzkräfte des Versorgers  Rheinenergie waren unterwegs, um die Ausfälle so schnell wie möglich zu beheben. "In Bilderstöckchen war die Stromversorgung innerhalb einer Stunde wieder hergestellt. In der Umgebung der Universität in Köln- Lindenthal hat es bis zu drei Stunden gedauert, bis alle Haushalte wieder mit Strom versorgt waren", berichtet Ronja Walther, Sprecherin von Rheinenergie. Wie viele Haushalte von den Stromausfällen betroffen waren, ist nicht klar.

Zwei Kunden konnten bis Donnerstagvormittag noch nicht wieder versorgt werden. Privathaushalte seien keine betroffen. Bei den betroffenen Unternehmen müsse noch abgepumpt und gereinigt werden, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden können, sagte Walthers. Eine der zwei betroffenen Firmen sind die Kölner Verkehrsbetriebe. Am Mittwoch mussten die Verkehrsbetriebe die U-Bahnstation Geldernstraße/Parkgürtel sperren, nachdem diese überflutet worden war.

Auch Flüge betroffen

Am Flughafen Köln Bonn musste am Mittwochnachmittag der Flugverkehr wegen der Gewitterfront unterbrochen werden. 90 Minuten lang konnten die Flugzeuge weder starten noch landen. Von den Verzögerungen bei Start und Landung waren insgesamt 29 Flüge betroffen. Ein Flug nach München musste komplett gestrichen werden. Für Donnerstag sieht die Lage am Flughafen Köln Bonn wieder besser aus: "Gerade beim Wetter ist es schwierig, Prognosen zu stellen, aber wir gehen erst mal vom ganz normalen Flugbetrieb aus", sagt der Sprecher des Flughafens, Alexander Weise.

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