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Alle Schulen geschlossen - Irland ruft höchste Warnstufe aus

DIE WELT-Logo DIE WELT 16.10.2017

Irland bereitet sich auf den Sturm "Ophelia" vor: Schulen und Behörden bleiben heute geschlossen, Gerichtsverhandlungen fallen aus. Auch Dutzende Flüge wurden gestrichen. Der Wetterdienst warnt vor Lebensgefahr.

Die Satellitenaufnahme zeigt wie sich der Sturm "Ophelia" auf die Britischen Inseln zubewegt © dpa/NOAA Die Satellitenaufnahme zeigt wie sich der Sturm "Ophelia" auf die Britischen Inseln zubewegt

In Erwartung des Ex-Hurrikans "Ophelia" haben Behörden in Irland die höchste Wetterwarnstufe für das ganze Land ausgerufen.

"Ophelia" soll am Montagmorgen auf die Südwestküste Irlands treffen und im Laufe des Tages über die Insel hinwegziehen. Der irische Wetterdienst erwartet Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 Stundenkilometern und warnt vor Lebensgefahr.

"Die höchste Prämisse ist heute öffentliche Sicherheit", twitterte der irische Ministerpräsident Leo Varadkar. Die Menschen sollten unnötige Reisen und Aufenthalte im Freien vermeiden.

"Ophelia" ist bereits der zehnte Hurrikan, der sich in dieser Saison über dem atlantischen Ozean zusammengebraut hat. Der Hurrikan erreichte Mitte vergangener Woche südwestlich der Azoren seinen Höhepunkt, seitdem bewegt er sich in Richtung Nordosten.

Wetterdienst warnt vor Trümmerteilen

Mit dem Eintritt in kühlere Regionen hat "Ophelia" teilweise an Kraft verloren und ist nun kein Hurrikan mehr. Doch die Rede ist vom heftigsten Sturm in Irland seit 50 Jahren. Die Menschen wurden aufgerufen, in geschlossenen Räumen zu bleiben.

Schulen und Behörden bleiben geschlossen, Fährverbindungen wurden vorübergehend eingestellt, Gerichtsverhandlungen verschoben. Teile der irischen Armee wurden in Bereitschaft versetzt. Auch im britischen Nordirland bleiben die Schulen am Montag geschlossen.

Die Flughäfen in Dublin und Belfast teilten mit, Dutzende Flüge seien gestrichen worden.

Der britische Wetterdienst warnt vor umherfliegenden Trümmerteilen. Auch mit Stromausfällen und Überschwemmungen in Küstennähe sei zu rechnen. Starke Winde wurden auch für den Norden und Westen Großbritanniens vorausgesagt.

"Ophelia" weckt Erinnerungen an den "Great Storm" (großen Sturm), der am 16. Oktober 1987 über Großbritannien fegte. Das Unwetter kostete 18 Menschen das Leben.

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