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Bald 40 Grad: Historische Hitzewelle: Jetzt sterben auch noch unsere Fische!

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 30.07.2018 berliner-kurier
Schreckensbild: Fische treiben an der Wasseroberfläche: Mit andauernder Hitze könnte uns so ein Szenario blühen. © dpa (Symbolbild) Schreckensbild: Fische treiben an der Wasseroberfläche: Mit andauernder Hitze könnte uns so ein Szenario blühen.

Die Hitze, sie wird für viele Berliner und Brandenburger langsam unerträglich. Tagsüber heizt die Sonne unsere Wohnungen auf und nachts kühlt die Luft auch kaum noch auf erträgliche Temperaturen herunter: Wir erleben tropische Nächte, die uns den Schlaf rauben.

Wie lange soll das noch so weitergehen? Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) macht uns  keine Illusionen - ein Ende der Hitzewelle ist weit und breit nicht in Sicht. "Ganz im Gegenteil: In dieser Woche packen die Temperaturen sogar noch ein paar Grad drauf", so Jung.

Sonne gnadenlos: Dienstag schon 38 Grad

Bereits am Montag müssen wir in unserer Region mit schweißtreibenden Werten von bis zu 36 Grad rechnen - auch wenn am Morgen unter dichten Schleierwolken von der Sonne noch nicht viel zu sehen ist. Doch vom Westen her, so die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD), lockert es auf, und dann heißt es: Sonne gnadenlos.

Wer im Umland wohnt, kann darauf hoffen, dass die Temperaturen irgendwann im Verlaufe der Nacht unter die 20-Grad-Marke fallen. Hauptstädter sollten sich dagegen auf eine weitere tropische Nacht einstellen.

Am Dienstag legt die Hitze sogar noch ein Quäntchen zu: Nun erwarten die Meteorologen bis zu 38 Grad unter wolkenlosem Himmel. Mittwoch könnten nach sonnigem Tagesbeginn lokale Schauer und Gewitter aufziehen - doch zuvor werden wir nochmals bis zu 36 Grad überstehen müssen.

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Schauer und Gewitter, aber keine Abkühlung - im Gegenteil

In der Nacht zu Donnerstag erwarten die Meteorologen kräftige Schauer und Gewitter, die bis zum Morgen abnehmen. Wer darauf hofft, dass dadurch die Temperaturen kräftig nach unten gedrückt werden, wird enttäuscht: Die Nachtwerte werden teils wieder nicht einmal die 20-Grad-Marke unterschreiten.

40grad © wetter.net 40grad

Und nun wird es spannend: Denn die verschiedenen Wettermodelle sagen für den weiteren Verlauf sehr unterschiedliche Temperaturen voraus. Folgt man dem europäischen Wettermodell, könnte uns aus Nordwesten bald etwas kühlere Luft entgegenwehen. Doch Diplommeteorologe verweist auf das amerikanische Modell: "Dort wird weiter Hitze ohne Ende berechnet." Das bedeutet, dass wir uns für kommende Woche auf eine neue Marke einstellen müssen: 40 Grad sind in Reichweite, jedenfalls im Südwesten Deutschlands. Zwar werden für unsere Region weniger extreme Hitzewerte erwartet, aber auch bei 33 Grad bekommen wir keine Atempause im gefühlt endlosen Hitzemarathon.

Seen und Flüsse heizen sich immer mehr auf

Und es sind nicht nur wir Menschen, für die dieser Sommer inzwischen nahezu unerträglich wird. Für uns laden die Gewässer in unserer Region zwar immer noch zum Abkühlen ein. Doch inzwischen haben  sich die Seen und Flüsse bereits derart aufgeheizt, dass es für Fische und andere Lebewesen dieser Gewässer langsam eng und lebensbedrohlich wird. Diplom-Meteorologe Dominik Jung: "Ein größeres Fischsterben ist bei einem weiteren Andauern der Hitzewelle nicht ausgeschlossen.“

Historische Hitzewelle

Extreme Hitze, höchste Waldbrandgefahr, Fischsterben: Dies sind alles Steine in einem Mosaik, das sich zu einem bedrohlichen Szenario zusammenfügen. „Die Hitzewelle nimmt damit in ihrer Ausdehnung langsam aber sicher historische Dimensionen an", bewertet Dominik Jung die Situation: „Eine Wetterlage, wie man es eigentlich nur auf dem Mittelmeerraum kennt.“ 

Und es ist ja nicht nur dieser Sommer: Nach dem extrem kalten März sind im April und Mai gleich zwei Jahrhundertrekorde hintereinander gepurzelt, und nach einem ebenfalls zu warmen Juni ist der Juni im Schnitt bereits drei Grad zu warm. Klimaforscher warnen, dass wir uns an Sommer wie diese und andere Wetterextreme wohl gewöhnen müssen. JSt

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