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Fetter Winter

Tages-Anzeiger-Logo Tages-Anzeiger 23.01.2017 Jürg Buschor
© Bereitgestellt von Tagesanzeiger

Bei Schnee bis ins Tal und eisigen Temperaturen werden die fast vergessenen Fat Bikes aus den Garagen gerollt.

Von Blog-Redaktion (publiziert am Sat, 21 Jan 2017 04:00:26 +0000)

Ansehnliche Schneemengen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt – sind das Gründe, das Mountainbike bis im Frühling einzumotten? Oder gehören Sie auch zu den Ganzjahres-Bikern, denen Matsch und Schnee nichts anhaben können?

Manch einer hatgeradezu auf solche Bedingungen gewartet, damit er sein «Fat Bikes» endlich aus der Garage rollen kann. Noch vor ein, zwei Jahren von den Bike-Medien als der nächste grosse Trend herbeigeschrieben, ist es mittlerweile wieder ruhig geworden um die «Dickerchen».

Etappenrennen im Schnee

Oder täuscht der Eindruck? Beim «Snowbike Festival» werden am kommenden Wochenende bereits zum dritten Mal Mountainbiker mit dick bereiften Velos durch den Schnee walzen. Das Event in Gstaad wird neuerdings sogar nach UCI-Reglement ausgetragen. Die Etappen des viertägigen Rennens sind vergleichsweise kurz, insgesamt werden die Teilnehmer 100 km und 2’500 Höhenmeter zurücklegen. Neben vielen Amateuren sind einige Profis unter den Fahrern, unter anderem Downhill-Star Tracy Moseley.

Auch Hielke Elferink, vierfache niederländische XC-Marathon-Meisterin, ist wieder am Start. Im Vorjahr gewann sie das Rennen in der Frauenklasse. «Snowbiken macht einfach nur Spass», sagt sie.

Tatsächlich sieht man sie auf den Videos vom Vorjahr die ganze Zeit über grinsen. «Die Fat Bikes haben so eine gute Traktion, so viel Grip, dass man nicht nur super bergauf klettern, sondern auch auf beim Downhill Gas geben kann».

Piste oder Powder

Fat Bikes mit bis zu 4.8“ breiten Reifen sind im Schnee ganz in ihrem Element, aber auch Mountainbikes mit 3“ breiten Plusreifen kommen gut voran. Beide können mit relati niedrigem Reifendruck gefahren werden, bei den Fat Bikes ist es etwa ein halbes Bar.

Für das Snowbike Festival sind die Trails präpariert und gleichen eher einer Piste. Ähnlich sieht es im Skigebiet Lenzerheide aus, wo je nach Schneeverhältnissen im März ein «Snow Bikepark» mit Wellen, Sprüngen und Anliegerkurven angelegt wird.

Im Tiefschnee kommt man mit den dicken Reifen ebenfalls vorwärts. Aber vorsicht: nicht zu viel Druck auf das Vorderrad bringen, denn sonst bleibt es schnell stecken und das Hinterrad dreht durch. Anstatt an steilen Stellen aufzustehen und den Oberkörper nach vorne zu bringen, sollte man Körper und Gewicht also lieber etwas nach hinten verlagern.

In or out?

«Vor einigen Jahren gab es einen Fat-Bike-Boom bei vielen Herstellern», sagt Helena Pleier von Specialized. Mittlerweile habe sich die Nachfrage eingependelt und die Modelle im Sortiment etabliert. Die Bikes wiegen oft nicht mehr als ein durchschnittliches Enduro-Bike, einige Hersteller bieten gar Modelle mit Carbon-Rahmen an.

Also spricht eigentlich nichts gegen eine Fat Bike Runde im Schnee … Zu kalt? In der Sonne kommt man auch im Winter schnell ins Schwitzen.

Hielke Elferink empfiehlt, sich wie gewohnt nach dem Zwiebelprinzip anzuziehen und ein trockenes Shirt dabei zu haben. Und bei längeren Touren eine isolierte Trinkblase zu wählen, denn das Wasser friert im Winter dann doch ganz schnell ein. Wer das alles beherzigt, kann sich also darüber freuen, wenn die Temperaturen sinken und die Schneeflocken vom Himmel tanzen.

Der Beitrag Fetter Winter erschien zuerst auf Outdoor.

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