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Frostiger Trend „Flanking“: Sind die nackten Knöchel bei Minusgraden ungesund?

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 30.11.2016 ksta
Flanking © Peters Flanking

Wer schön sein will, muss leiden. Der Trend der nackten Fesseln, auch „Flanking“ genannt, macht es vor – auch bei Eiseskälte. Das Wort „Flanking“ setzt sich aus zwei Teilen zusammen: „flashing“, was auf Deutsch so viel wie „blitzen lassen“ bedeutet und „ankle“, auf Deutsch „Knöchel“.

Beim „Flanking“ kommt also die nackte Knöchel zum Vorschein, denn die Hose wird hochgekrempelt und entweder keine oder nur kurze, unauffällige Sneaker-Socken getragen. Klingt nach einem Trend für den Sommer, oder? Nein, auch im Winter krempeln Menschen ihre Hosen hoch und nehmen fröstelnde Füße in Kauf.

Kann das noch gesund sein? Ob sich das Gerücht, Fashion-Victims würden so ihre Abwehrkräfte stärken, wirklich halten kann oder hat sich das ein Anhänger der nackten Fesseln selbst ausgedacht?

Unten Sommer, oben Winter

Darum flanken so viele Menschen: Der Vorteil ist vor allem sichtbar. Trendige Sneakers kommen bei hochgekrempelter Hose erst richtig zur Geltung.

Der Nachteil: Es ist einfach KALT! Wer auch bei Minusgraden die Jeans hochkrempelt und seine nackten Fußknöchel präsentiert, der friert. Trotzdem berichtet das Schweizer News-Portal „20 Minuten“, der Trend sei gesund und härte das Immunsystem ab. Laut Mediziner Tomasz Bugaj, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, neigen wir im Winter sowieso dazu, uns zu warm anzuziehen. „Durch die entblößte Körperstelle gewöhnen wir uns besser an das Spiel zwischen Kalt und Warm und halten auf die Dauer mehr aus.“

Unterkühlung schwächt das Abwehrsystem

Dieser Erklärung widerspricht der Berliner  Allgemeinmediziner Frank Fechler entschieden. Gegenüber „Stylebook“ sagt er über das „Flanking“: „Dadurch kommt es zu einer Unterkühlung, die das Abwehrsystem schwächt. So haben es Erreger leichter.“ Wer also auch im Winter gesund bleiben will, der sollte auf warme Kleidung inklusive Wollsocken setzen. (sar)

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