Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Gebietsweise lebensgefährlich: Meteorologe warnt vor Brutal-Orkan: Bis 140 km/h

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 12.01.2017 berliner-kurier
1494560042E0F431: Autofahrer sollten sich in der Nacht und am Freitagmorgen auf starken Seitenwinde gefasst machen. © dpa Autofahrer sollten sich in der Nacht und am Freitagmorgen auf starken Seitenwinde gefasst machen.

Da braut sich was zusammen - ab heute Nachmittag formiert sich ein Wintersturm mit extremen Spitzen:  Wetter-Experte Dominik Jung (wetter.net) erwartet, dass die Auswirkungen des Randtiefs Egon sogar diejenigen des Orkantiefs Lothar aus dem Jahre 1999 übertreffen werden. Die Bilanz von Lothar damals: zehn Tote, schwerste Schäden im ganzen Land.

Und nun eine Wetterlage, die brisanter kaum sein könnte: Gleich drei Tiefs erzeugen die gefährliche Gemengelage. Am Rande der Tiefdrucksysteme Dieter und Caius bei Skandinavien bildet sich in der Nähe der Ärmelkanals gegen Donnerstagmittag ein Randtief mit dem harmlos klingenden Namen Egon heran. Innerhalb von nur 24 Stunden wird Egon über Mitteleuropa ziehen - ein Schnellläufer sozusagen. Und das Zentrum Egons wütet unter Verstärkung mitten über uns hinweg.

„Diese Entwicklung erinnert sehr stark an das Orkantief Lothar", erinnert sich Jung. Treffen wird es uns in den ganz frühen Morgenstunden, also etwa ab ein Uhr.

Dicht gedrängte extreme Luftdruckunterschiede - bei den Meteorologen klingeln die Alarmglocken! „Wir erwarten selbst im Flachland orkanartige Böen bis 110 km/h. Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei Schauer auch volle Orkanböen (um die 120 km/h) erreicht werden. In den Mittelgebirgen sind Spitzen bis 130 oder 140 km/h möglich."

Wo Egon genau zuschlägt, ist derzeit noch nicht exakt festzumachen, da sich die Berechnungen alle 6 Stunden etwas anders gestalten. Möglich, dass unsere Region mit einem blauen Auge davonkommt.

Derzeit scheint es so, dass folgende Gebiete am stärksten betroffen sind: das Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Teile von Baden-Württemberg und Bayern (mehrheitlich der Norden), Teile von Niedersachsen, Thüringen und Sachsen.

Wetter-Experte Jung warnt in deutlichen Worten: „Halten Sie sich in der kommenden Nacht in diesen Regionen bitte nicht im Freien auf. Es besteht Lebensgefahr durch umherfliegende Gegenstände, Äste oder umstürzende Bäume.“

Der Sturm ist aber nur ein Aspekt von Tief Egon, dazu kommen Niederschläge, die zunächst als Regen, später bei abkühlender Luft als Schneefall bis hinab in das Flachland herabfallen. Bis zu 15 Zentimeter Neuschnee sind drin, wobei der es bei uns allerdings bei Temperaturen knapp über der Frostgrenze voraussichtlich schwer haben wird, liegenzubleiben.

Da die Temperaturen im Verlaufe des Freitags wieder unter die Frostgrenze fallen werden, besteht am Abend und in der Nacht wieder höchste Glättegefahr für unsere Region!

Am Samstag gibt es dann noch etwas Schnee-Nachschub, der bei Dauerfrost auch in unserer Region liegenbleiben wird. Und auch die neue Woche startet unter frostigen Vorzeichen: Der, so Jung, wird eine ganze Weile anhalten.

Nachts müssen wir wieder mit Werten zwischen minus 10 und minus 20 Grad rechnen. Am Tag liegen die Werte zwischen minus 8 und 0 Grad, wobei die höheren Werte an den Küsten zu finden sind. Dann beruhigt sich die Wetterlage allerdings auch: Auch mit sonnigen, schönen Wintertagen können wir rechnen.

Eine Änderung der frostigen Wetterlage ist laut Jung nicht zu erkennen: „Der Winter ist da und er BLEIBT!“ JSt

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Berliner Kurier

Berliner Kurier
Berliner Kurier
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon