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Gefahren im Sommer: Polizei warnt vor Sturzfluten und Überschwemmungen

WUNDERWEIB-Logo WUNDERWEIB 17.05.2018 wunderweib
Gefahren im Sommer: Polizei warnt vor Sturzfluten und Überschwemmungen © Bereitgestellt von Bauer XCEL Media Deutschland KG Gefahren im Sommer: Polizei warnt vor Sturzfluten und Überschwemmungen

Bisher hatten wir einen ziemlich schönen Frühsommer. Doch so toll die hohen Temperaturen auch sind - sie bergen einige Gefahren. Die Polizei warnt nun vor Starkregen und damit verbundenen Folgen.

Letztes Jahr verursachte ein Unwetter in Berlin und Brandenburg 60 Millionen Euro Schaden. Riesige Hagelkörner kamen vom Himmel, die Wolken hörten gar nicht mehr auf, sich zu entladen. Und am 1. Juni 2016 löste ein Gewitter eine Sturzflut in Simbach am Inn aus. Autos und Bäume wurden mitgerissen, Keller liefen voll, Tiere und Menschen wurden verletzt, es gab sogar sieben Tote. 

Die Polizei warnt nun vor einer Wiederholung, die aufgrund der hohen Temperaturen nicht ausgeschlossen werden kann. „Im Sommer haben wir sehr warme Temperaturen, wodurch der Wasserdampfgehalt der Luft steigen kann. Dabei strömen warme Luftmassen nach oben und kühlen sich ab. Je mehr Wasser aufgenommen wurde, desto heftiger können danach die Niederschläge ausfallen", erklärt Karl-Heinz Blaut aus dem Referat Baulicher Bevölkerungsschutz und Wassersicherstellung im BBK, dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. 

Das Problem: So ein Starkregen kündigt sich nicht unbedingt lange im Voraus an. "Starkregenfälle entstehen spontan und man hat meist nur wenige Stunden Zeit, um sie konkreter zu orten. Auch der Deutsche Wetterdienst kann zurzeit noch keine genaue Vorhersage darüber treffen, wie viele Niederschlagsmengen an einem Standort runterkommen und ob das Risiko einer Sturzflut besteht“, so Blaut. 

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Diese Schutzmaßnahmen kannst du treffen

Natürlich ist nicht unbedingt jeder Bürger gefährdet, dennoch ist es sinnvoll sich darüber zu informieren, ob man in einem Wohngebiet lebt, in dem es schon einmal zu starken Unwettern kam. „Eine wichtige Rolle spielt auch, ob das Haus topografisch auf einer ebenen oder einer hügeligen Fläche steht“, erklärt Karl-Heinz Blaut. Zudem ist die Hanglage nicht unwichtig, denn Wassermassen suchen sich oft den Weg ins Tal und nehmen dann alles mit, was nicht sicher ist.

So kannst du dein Haus schützen:

  • Alles, was sich unter der Rückstauebene befindet (der höchstmögliche Stand des Abwassers an einer bestimmten Stelle) sollte mit Rückstauklappen gesichert und abgedichtet werden
  • Darunter fallen: Eingänge, Türen und Fenster, die sich unterhalb der Straßenoberkante befinden und Einlaufschächte für das Regenwasser in das öffentliche Kanalsystem aufweisen
  • Dachrinnen von Laub befreien, sodass sich das Wasser nicht staut und abfließen kann
  • Bei Sturzflut im Haus bleiben und sich NICHT im Keller oder Erdgeschoss, sondern höheren Stockwerken aufhalten. „Simbach am Inn hat deutlich gezeigt warum: Dort ist eine Familie in ihrer Erdgeschosswohnung ertrunken, weil Treibgut in Folge einer Sturzflut die Fensterscheiben durchdrungen hat und die Wohnung sehr schnell mit Wasser vollgelaufen ist“, schildert Blaut. „Der Wasserdruck kann bei dynamischen Überschwemmungen so hoch sein, dass sich Türen nicht mehr öffnen lassen. Deswegen warnen wir während eines Starkregens auch ausdrücklich vor dem Gang in tiefere Stockwerke wie den Keller.“

Zudem sei es laut Blaut notwendig, dass gefährdete Städte und Gemeinden Abflussmodelle entwerfen, damit Starkregengefahrenkarten erstellt werden können, sodass sich niemand an diesen Orten aufhält. 


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