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Gewitter, heftige Böen, Neuschnee, Glättechaos: Schneesturm wirbelt auf Berlin zu

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 17.01.2018 berliner-kurier
sturm donnerstag: Gewitter, heftige Böen, Neuschnee, Glättechaos: Schneesturm wirbelt auf Berlin zu © wettterdata.de/wetter.net Gewitter, heftige Böen, Neuschnee, Glättechaos: Schneesturm wirbelt auf Berlin zu

Ein Tief über dem Nordatlantik sorgt in unserer Region heute zunächst für eher kuriose Wetterkapriolen, morgen allerdings voraussichtlich für erhebliches Chaos. Wetter-Experte Dominik Jung (wetter.net) weist darauf hin, dass am Donnerstag auf den Tag genau vor elf Jahren der Orkan Kyrill weite Teile Deutschlands lahmgelegt hatte. So schlimm wird es nicht, relativiert Jung, der allerdings für morgen mit Spitzenböen von bis zu 120 km/h im Flachland rechnet. Nach neuesten Berechnungen werden die Sturmspitzen in Berlin mit 95 km/h aber wohl keine Orkanstärke erreichen. Dennoch droht der morgige Tag turbulent zu werden, denn zu dem Wind gesellen sich satte Schauer als Schnee, Schneeregen und Regen.

Gebietsweise Gewitter

Bereits am frühen Mittwochmorgen gingen erste Flocken in der Hauptstadt nieder, im Tagesverlauf rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit weiteren Niederschlägen als Regen, Schnee und Graupel. Dazu kommen gebietsweise möglicherweise auch Gewitter, in deren Umfeld Windböen von bis zu 55 km/h blasen könnten. So weit, so harmlos. 

Bei Höchsttemperaturen von vier Grad und zum Abend hin abklingenden Schauern scheint sich das Wetter zur Nacht hin zu beruhigen - doch das ist ein Trugschluss.

Satte Schneefälle, sieben Zentimeter Neuschnee 

Denn in der Nacht sacken die Temperaturen auf den Gefrierpunkt, und vor allem im Umland könnte es glatt werden. Und zum Donnerstag wird die Wetterlage in unserer Region wirklich brisant: Denn tagsüber kommen vom Südwesten her Niederschläge auf, die vor allem im Norden Brandenburgs für satte Schneefälle sorgen. Der DWD rechnet mit einer Neuschneedecke von bis zu sieben Zentimetern.

Auch in Berlin wird zunächst reichlich Schnee fallen, zum Nachmittag gehen die Niederschläge in Regen über. Vor allem auf Nebenstraßen könnte es zu Glätte durch Schneematsch kommen. Der Schnee wird so gut wie nirgendwo in unserer Region liegenbleiben: Im Norden steigen die Höchstwerte auf zwei Grad, im Süden werden sogar sieben Grad erreicht.

Dort, im Süden, aber auch der Mitte Brandenburgs und Berlins, stehen die Zeichen besonders stark auf Sturm: Dort rechnet der DWD mit schweren Böen. Wetterexperte Jung markiert in seiner aktuellen Sturm-Prognose für Donnerstag den Süden Brandenburgs mit Sturmspitzen von bis zu 120 km/h: In Richtung Spreewald und Lausitz solle man sich jedenfalls am Donnerstag auf erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen einstellen.

Auch zum Wochenende weitere Schneefälle

In der Nacht zu Freitag sacken die Temperaturen wieder Richtung Gefrierpunkt. Zusammen mit stürmischen Böen werden Schneeregen und Schneeschauer für eine sehr ungemütliche Nacht sorgen. 

Der Wind flaut im Verlaufe der Nacht zwar ab, aber am Freitag fallen aus dichter Bewölkung bei Höchsttemperaturen zwischen zwei und fünf Grad weitere Schauer - teils als Regen, teils als Schnee.

Am Sonnabend kündigen sich bei Höchstwerten um den Gefrierpunkt weitere Schnee- und Schneeregenschauer an. Die Nachtwerte, so der Trend, sacken immer tiefer in den Keller: Der Trend für die kommende Woche lässt bis zu minus sieben Grad erwarten.

Hoffnung auf Winter-Wunderland?

Kommen wir also jetzt doch noch tatsächlich im Winter-Wunderland an, mit zugefrorenen Seen, verschneiten Wiesen und Hügeln, Rodelspaß und Skilanglauf in den Parks der Hauptstadt? Darauf brauchen wir uns wohl keine Hoffnung machen, denn der weitere Trend deutet wieder auf mildere Temperaturen - also eher regengrau bei ungemütlich einstelligen Temperaturen als schneeweiß. Auch für den Februar schreibt Wetterexperte Jung den Winter schon weitestgehend ab: zwei bis drei Grad wärmer als im langjährigen Mittel werde der kommende Monat wohl werden, so Jung mit Verweis auf Daten des US-Wetterdienstes NOAA. JSt 

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