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Glätte trotz Dürre: Frost-Luft aus dem Norden lässt Temperaturen abstürzen

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 14.11.2018 berliner-zeitung

Wenige Wochen vor Weihnachten deutet in unserer Region noch wenig auf den bevorstehenden Winter hin: Die Sonne kämpft sich am Mittwoch und Donnerstag wacker durch die Wolken, und die Höchsttemperaturen erreichen in Berlin nochmals milde Herbsttemperaturen von bis zu zehn Grad.

echt_kalt © wetterdata.de echt_kalt

Doch nun lässt der Wettertrend einen regelrechten Wintereinbruch erwarten. Schneeflocken bis in die tiefen Lagen erwartet Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) in der kommenden Woche -  bestes Timing für die Ende November öffnenden Weihnachtsmärkte in Berlin und Brandenburg.

Eisige Luft aus dem Norden

Jung hält die Abkühlung auch nicht für eine kurze Episode, sondern spricht bereits von einem Umbau der Großwetterlage.  

Zwei Trends werden wohl unser Wetter bis zum Monatsende prägen: „Bis Monatsende könnte sich über Westeuropa ein Hoch festsetzen - und das würde uns dann sämtlich Tiefs vom Atlantik vom Hals halten", erklärt Jung. So eine Wetterlage kennen wir ja bereits aus dem Dürresommer.

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Aber nun kommt ein Zweites dazu: Aus dem Norden wird eisige Luft nach Deutschland strömen: „Das könnte spannend werden!", orakelt der Wetterexperte.

Kältester Dezember seit 2010?

Jung sieht bereits Parallelen zum eisigen Dezember 2010 - steuern wir bereits auf einen strengen Frostwinter zu?

Diplom-Meteorologe Jung rät zur Vorsicht: "Es ist jetzt noch zu früh, um genau sagen zu können, in welche Richtung die Reise geht." Fakt ist aber: In den kommenden Tagen sacken die Temperaturen in den Keller. Vor allem nachts müssen wir in unserer Region mit Frost rechnen.

Höchste Zeit also, die Winterreifen aufzuziehen, morgens ein paar Minuten zum Scheibenkratzen einplanen und empfindliche Pflanzen auf dem Balkon abzudecken.

Bis Freitag noch neun Grad am Tag

Tagsüber bewegt sich der Winter eher im Schneckentempo auf uns zu: Noch bis Freitag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit unwinterlichen neun Grad Höchsttemperatur in Berlin und Brandenburg. Erst danach bewegen sich auch die Tagestemperaturen auf die Frostgrenze zu. Aber ob wir tatsächlich den November noch im Dauerfrost-Modus beenden, ist noch unklar. 

Was hingegen klar ist: Autofahrer und Fußgänger müssen sich in den Nachtstunden und am frühen Morgen auf Glätte einstellen. Und das, obwohl die Wettermodelle weiterhin keine Hoffnung auf ausgiebigen Landregen oder dichten Schneefall machen. Für die Gewässer in unserer Region bleibt die Lage angespannt: Berlin ist kurz davor, die Schleusen zu schließen, weil die Spree in Brandenburg und Sachsen nicht genug Wassernachschub bekommt. Und das Wasser, das sich in Rückhaltebecken ansammelt, ist teils schwer sulfatbelastet - eine drohende Gefahr auch für Berlins Gewässer. (jst)

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