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Hitzewelle beschert Alaskas polarem Norden neue Rekorde

dw.com-Logo dw.com 30.03.2019 dw.com

In vielen Städten im US-Bundestaat Alaska sind reihenweise neue Rekordtemperaturen gemessen worden. Mensch und Natur leiden unter den Folgen der ungewöhnlichen Wärme.

Provided by Deutsche Welle © picture-alliance/WILDLIFE/S. Muller Provided by Deutsche Welle

In vielen Städten im US-Bundestaat Alaska sind reihenweise neue Rekordtemperaturen gemessen worden. Mensch und Natur leiden unter den Folgen der ungewöhnlichen Wärme.

Der polare US-Bundesstaat Alaska erlebt zum Ausklang des Winters eine Rekord-Hitzewelle. Vor allem im arktischen Norden liegen die Temperaturen derzeit um die 20 Grad höher als sonst, sagte der Klimaexperte Rick Thoman vom Alaska Center for Climate Assessment in Fairbanks. In der Stadt Barrow an der Nordküste etwa sei die Temperatur am Donnerstag auf minus ein Grad geklettert - normal sind dort um diese Jahreszeit aber minus 20 Grad.

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In vielen Städten seien reihenweise neue Rekordtemperaturen gemessen worden, am Wochenende soll es sogar noch wärmer werden. Thoman sieht einen Zusammenhang zwischen dem warmen Wetter und der allgemeinen Erderwärmung. "Wir haben derzeit April- oder Mai-Wetter im März", sagte er. Auch der Februar sei bereits "außerordentlich warm" gewesen.

Die Gletscher in Alaska schmelzen bei den zu warmen Temperaturen © picture-alliance/S. Rebored Die Gletscher in Alaska schmelzen bei den zu warmen Temperaturen

Schlittenhunderennen abgesagt

Alaska ist davon besonders betroffen: Viele Schlittenhunderennen mussten bereits wegen Schneemangels abgesagt werden. Ein Problem für den Verkehrsbereich in dem abgelegenen Staat besteht derzeit darin, dass gefrorene Flüsse nun nicht als Straßen für Autos und Lkw genutzt werden können, weil das Eis zu dünn ist.

Möglicherweise sind auch die Seehund-Populationen von der Wärme betroffen, weil die Muttertiere normalerweise ihre Jungen auf dem Eis gebären. Auch die Krebsfischer leiden: Normalerweise fangen sie die Tiere von Eisschollen aus. Diese sind derzeit aber nicht stabil genug.

as/sti (afp, accap.uaf.edu)


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