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Hitzewelle im Anmarsch: Schält sie uns bald aus dem Kälte-Ei?

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 09.05.2019 berliner-zeitung
Wer Badewetter erleben will, muss derzeit in den Südwesten reisen. © dpa Wer Badewetter erleben will, muss derzeit in den Südwesten reisen.

An der Wetterfront bewegt sich etwas. Während sich die Kälte bei uns einnistet, weht in Südwesteuropa gerade die erste Hitzewelle des Jahres heran. Temperaturen von nahezu 40 Grad erwarten Spanien- und Portugaltouristen, die kommende Woche auf die iberische Halbinsel reisen.

Kältester Mai aller Zeiten?

kälteei © meteociel.fr kälteei

Komplett entgegengesetzt die Wetterlage und Aussichten bei uns: Rekordverdächtige 4,5 Grad ist der Mai bislang zu kalt in unserer Region.

Nach kurzer Abmilderung in den kommenden Tagen fallen die Werte am Wochenende wieder in den Keller - neuer Nachtfrost könnte dann lokal wieder ein ernstes Thema werden.

Regen, Schauer, Böen

Zunächst erleben wir bis einschließlich Sonnabend noch immerhin frühlingshafte Höchstwerte bis zu 19 Grad. Der Wermutstropfen: Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) zieht ab spätem Nachmittag vom Nordwesten her Regen auf. Mit etwas Glück bleibt es in Berlin noch bis zum späten Abend trocken. In der Nacht breitet sich der Regen bei Tiefstwerten um die neun Grad aber in der ganzen Region aus.

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Bewölkt und regnerisch bleibt es auch am Donnerstag. Nachmittags und abends können auch Schauer und kurze Gewitter dazu kommen. Die Werte steigen auf 16 bis 19 Grad.

In der Nacht zu Freitag lockert der Himmel zunächst auf, dann zieht es sich aber wieder zu, und örtlich fällt neuer Regen. Es wird wieder kühl mit Tiefstwerten um die sieben Grad.

Deutschland im Kälteloch

Tagsüber reicht es zwar wieder für Höchstwerte zwischen 14 und 17 Grad, aber es fallen immer wieder Schauer. Am Abend lockert es zwar auf, aber in der Nacht ist mit einzelnen Winböen zu rechnen. Es wird wieder recht kalt mit Tiefstwerten von bis zu vier Grad plus. 

Auch der Sonnabend wird reichlich durchwachsen mit vielen Wolken und örtlichen Schauern. Dabei können die Temperaturen örtlich noch einmal auf bis zu 18 Grad steigen. Nachts wiederholt sich der Ablauf vom Vortag: Der Himmel lockert auf, und nachfolgend sacken die Tiefstwerte auf bis zu vier Grad.

spanien © meteociel.fr spanien

Am Sonntag ist es mit den feucht-lauwarmen Tagen erst einmal vorbei: Stellenweise reicht es in unserer Region nur noch für maximal elf Grad. „Deutschland sitzt weiterhin im Kälteloch gefangen", bringt es Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) auf den Punkt. „Da tut sich die nächsten Tage einfach nix." Wobei die Regenmengen in Ostdeutschland bescheiden bleiben, andernorts wird es bereits am Mittwoch sehr nass.

TT08 © http://www.bernd-hussing.de/klima.htm TT08

Im Südwesten bis zu 40 Grad

Wie diese Wetterlage zustandekommt, erklärt Jung mit der „kalten Nordwestrutsche: Aus Nordwesten strömt immer wieder kalte Luft nach Deutschland. In der Höhe (ca. 1500 m) ist diese Luft rund minus 2 bis minus 6 Grad kalt." Im Südwesten Europas die genau entgegengesetzte Wetterlage: „Auf der Iberischen Halbinsel rauscht in der Höhe sehr warme Afrikaluft heran. Dort werden in rund 1500 Metern Werte zwischen 18 und 23 Grad gemessen." Die Folge: Dort wärmt sich die Erde auf Spitzenwerte von knapp 40 Grad auf. „Das ist dann für die Jahreszeit wiederum viel zu warm", so Jung.

Ob sich diese Aufteilung - Afrikahitze im Südwesten, Verharren im 'Kälte-Ei' -  auch in der zweiten Mai-Hälfte so fortsetzen wird, ist noch völlig unklar. 

Nach sieben Tagen messen die Meteorologen in Deutschland den kältesten Mai seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der Wettertrend gibt Anlass zur Hoffnung, dass es ganz so kalt wohl nicht weitergeht. Mehrere führende Wettermodelle sehen die Höchstwerte in der zweiten Monatshälfte immerhin an der 20-Grad-Marke. Das entspricht so etwa den Nachtwerten, die wir vergangenen Jahr um diese Zeit erlebten. Tagsüber schossen die Werte auf bis zu 32 Grad. Wer es derart warm mag, muss sich dann wohl auf die Reise in den sonnigen Süden begeben. JSt

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