Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Hochsommer statt Herbst: 29 Grad – knackt dieser Oktober alle Rekorde?

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 13.10.2018 berliner-zeitung
Bei spätsommerlichen Temperaturen entspannen sich die Menschen an einem kleinen Strand. © dpa Bei spätsommerlichen Temperaturen entspannen sich die Menschen an einem kleinen Strand.

Die Bäume werden langsam kahl, buntes Laub und dicke Kastanien sammeln sich auf Straßen und Wegen. Das ist aber auch schon so ziemlich das Einzige, was an diesem Wochenende an den Herbst erinnert. An vielen Ort in Deutschland knacken die Temperaturen Rekordwerte, Badelustige kommen noch einmal auf ihre Kosten und vielerorts stellen die Kneipenwirte die Stühle nach draußen.

Der Sommer ist in Deutschland zurück - drei Wochen nach Beginn des Herbstes. In Nordrhein-Westfalen wurden am Wochenende Oktober-Höchsttemperaturen erwartet. Am Samstag sorgte dort strahlender Sonnenschein bei Temperaturen von bis zu 29 Grad für optimales Ausflugswetter, wie der Deutsche Wetterdienst in Essen am Samstag mitteilte. Ob die Höchstwerte geknackt werden, bleibt abzuwarten. „Um das genau abzusehen, müssen wir noch das Monatsende abwarten, aber es ist tatsächlich sehr ungewöhnlich solche Temperaturen zu dieser Jahreszeit noch zu haben“, sagte Meteorologe Gerd Budilowsky.

Sommerwetter in Deutschland_Scharbeutz © dpa Sommerwetter in Deutschland_Scharbeutz

Überall in Deutschland genießen die Menschen den Sommer im Oktober - mancherorts sogar im Wasser. So durften die Schwimmer zum Beispiel im Hannoveraner Annabad trotz offiziellem Saisonende noch mal in die Becken hüpfen. Rund 200 Gäste nutzten die Gelegenheit. Auch am Stausee Rabenstein unweit des Chemnitzer Stadtzentrums in Sachsen war Hochbetrieb. „Wir haben mehr als 100 Gäste“, sagte eine Mitarbeiterin. Das inzwischen 14 Grad kühle Wasser schreckte die Besucher nicht ab.

Selbst auf den Ostfriesischen Inseln kam bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein noch einmal Sommerfeeling auf. Der Strand des Nordseebades Dangast war nach Einschätzung der Kurverwaltung fast so gut besucht wie im Hochsommer. Allerdings: Strandkörbe gebe es keine mehr, die seien im Winterlager. Diese Auflage müsse ab Oktober wegen der Sturmflutzeit erfüllt werden, sagte eine Sprecherin der Kurverwaltung. Die Menschen saßen mit Decke oder Strandmuschel im Sand.

Das könnte Sie auch interessieren:

Wetter in Deutschland: Der Herbst lockt mit Sommerwetter

Verantwortlich für das späte Vergnügen ist ein ausgedehntes Hoch mit Schwerpunkt über Osteuropa, heißt es beim Deutschen Wetterdienst. Eine südliche bis südöstliche Strömung führe außergewöhnlich warme Luftmassen heran.#

Wenig erfreulich finden viele Land- und Forstwirte die Wetterlage. „Wir brauchen dringend ausgiebigen Regen“, sagte etwa Detlef Kurreck, Präsident des Bauernverbandes in Mecklenburg-Vorpommern. Nach den wenigen Niederschlägen seien die Neuaussaaten zwar aufgegangen. „Das täuscht aber darüber hinweg, dass der gesamte Unterboden knochentrocken ist.“ Dazu kämen noch die Schädlinge, die bei den warmen Temperaturen weiter aktiv seien.

Herbstlich-kühles Schmuddelwetter ist in Deutschland auch in den nächsten Tagen nicht zu erwarten. Allerdings sagen die Wetterexperten in einigen Regionen Wolken und teils zumindest etwas Regen vorher. Am Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst vor allem im Westen und Nordwesten starke Bewölkung und gebietsweise etwas Regen. Im großen Rest des Landes nach Nebelauflösung heiter und trocken. (red/dpa)

Mehr auf MSN

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Berliner Zeitung

Berliner Zeitung
Berliner Zeitung
| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon