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Kältehilfe: Mehr Schlafplätze für Obdachlose in Berlin

dpa-Logodpa 01.02.2017 dpa
Ein obdachloser Mann läuft mit Schlafsack und Isomatte über einen Friedhof mit Schnee. © Bereitgestellt von dpa-infocom Ein obdachloser Mann läuft mit Schlafsack und Isomatte über einen Friedhof mit Schnee.

Für Obdachlose in Berlin gibt es im Winter 100 weitere Übernachtungsplätze im Warmen. Die neuen Schlafmöglichkeiten sind in einem Hangar des ehemaligen Flughafens Tempelhof eingerichtet, räumlich getrennt von den Flüchtlingsunterkünften, teilte Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Mittwoch mit. Damit gebe es nun 920 Schlafplätze in Berlins Notübernachtungen.

Die Zahl der Obdachlosen in Berlin steigt seit Jahren. Je nach Quelle und Definition ist von 3000 bis 10 000 Menschen die Rede, genaue Zählungen gibt es nicht. Inzwischen leben auch viele Menschen aus Osteuropa auf der Straße. Manche kamen als Arbeitsmigranten und scheiterten, andere finden in ihrer Heimat noch weniger Hilfe. Die zentralen Notunterkünfte sind oft überfüllt. Manchmal wollen Menschen aber auch nicht mit Fremden Matte an Matte auf dem Fußboden schlafen und suchen sich Plätze im Freien, zum Beispiel unter Brücken.

Zuletzt hatte der Bezirk Mitte illegale Zeltlager von Obdachlosen wegen der katastrophalen hygienischen Lage räumen lassen. Die BVG zählt immer mehr Obdachlose in U-Bahnhöfen und hatte den Senat zum Handeln aufgefordert. Das Unternehmen hält die Stationen Südstern und Strausberger Platz nachts offen, damit Menschen in kalten Nächten eine Zuflucht finden.

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