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Kältewelle in Deutschland: Sibirische Kälte bis minus 20 Grad - droht uns ein Jahrhundertwinter?

stern-Logo stern 20.01.2019
Kältewelle in Deutschland: Kommt ein Jahrhundertwinter auf uns zu? © Getty Images/ golero Kältewelle in Deutschland: Kommt ein Jahrhundertwinter auf uns zu?

Brrr, es ist kalt in Deutschland. Doch offenbar sorgt das Hoch "Brigida" für noch frostigere Temperaturen, Experten erwarten bis zu minus 20 Grad in den Nächten. Allerdings nicht überall. Droht ein Jahrhundertwinter mit neuen Minus-Rekorden?

Jacke zu, Mütze auf, Handschuhe an: Von Flensburg bis zum Bodensee ist es frostig kalt geworden. Verantwortlich dafür ist das Hoch "Brigida", das Polarluft zu uns nach Deutschland bringt - und diese sich nicht mehr bewegt. Die Folge: Nachts kühlt es sich unter einem klaren Himmel empfindlich ab. Und: ein Ende ist nicht in Sicht. "Die winterliche Periode könnte nach heutiger Modellprognose mehrere Wochen andauern“, zitiert die "Welt" einen Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

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Doch was genau kommt da auf uns zu? Ist es eine normale Kälteperiode, die sich dann wieder mit matschigen Plusgraden abwechselt? Oder hält die frostige Kälte in Deutschland an? "Die nächsten Tage werden von kaltem aber ruhigen Winterwetter geprägt", heißt es dazu auf "Wetter.de". Man kann sich also auf blauen Himmel und Kälte einstellen. Schnee ist für die Experten derzeit kein Thema. Die Zeit der Schneeturbulenzen in den Bergen sei nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes zumindest für dieses Wochenende vorbei. Wenn am Alpenrand am Sonntag gelegentlich doch ein paar Schneeflocken rieseln, hält sich ihre Zahl jedenfalls in Grenzen. 

Kalt wird es im Mittelgebirge und in den Alpen

Die tiefsten Temperaturen sollen dort erreicht werden, wo bereits Schnee liegt, also in den Mittelgebirgstälern und in den Alpen. Laut dem DWD sind hier minus 10 bis minus 20 Grad in den Nächten möglich. Die kommende Woche startet dann mit einem Mix aus Sonne und Wolken. Allerdings kommt zunächst kalte, trockene, sibirische Luft zu uns. Ab Mitte der kommenden Woche erwarten die Meteorologen auch wieder Schnee, vor allem im Westen Deutschlands würden Tiefausläufer dann für Niederschlag sorgen. In Nordrhein-Westfalen sollen sich am Dienstag flächendeckend Wolken ausbreiten und bis zu drei Zentimeter Schnee bringen, so die "Welt". In Berlin und Brandenburg liegen die Höchsttemperaturen knapp über Null, nachts sinken die Temperaturen auf bis zu Minus 15 Grad. dadurch kann es stellenweise zu Glätte kommen.

Auch der Südwesten Deutschlands muss sich auf eine Kältewelle einstellen. Bis minus 15 Grad sind nachts möglich. "In den nächsten Nächten wird es knackigen Frost geben", sagte ein DWD-Sprecher zur "Welt".

Der Norden in Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein muss sich tagsüber auf Werte um den Gefrierpunkt einstellen. Nachts wird es in Niedersachsen bis zu minus 9 Grad kalt, in Hamburg erwarten die Experten rund 5 Grad unter Null. 

Der Kälteeinbruch war für die Experten fast erwartbar. Bereits Ende 2018 gab es Prognosen für das "Berliner Phänomen": "Das ist nichts anderes als ein massiver Kaltlufteinbruch aus Osten", so Jan Schenk, Meteorologe von "The Weather Channel" zum "Focus". 

Februar wird kalt

Laut einer Prognose von "Wetter.de" für Sachsen werden die Temperaturen dort bis Mitte Februar kaum die 0-Grad-Marke durchbrechen und liegt somit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Insgesamt haben die Wetter-Experten des Portals errechnet, dass in einigen Bundesländern der Durchschnitt um bis zu 4 Grad unterschritten wird. Damit könnte der Februar der erste Monat seit langer Zeit sein, der zu kalt ist. Die vergangenen Monate - und vor allem natürlich der heiße Sommer - waren deutlich zu warm. 

Wird es ein Jahrhundertwinter? Da tun sich die Experten schwer. Klar ist bisher nur, dass der Januar bislang zu milde war. Amerikanische Meteorologen erwarten, dass auch der Februar zu warm sein wird. Die europäischen Kollegen sind da verhaltener, eventuell wird der Februar sogar etwas zu kalt. Sicher ist nur, dass sich Deutschland für die kommenden Woche warm anziehen muss. "Ich habe es selten erlebt, dass alle Rechenmodelle so eindeutig auf eine gleiche Entwicklung hinweisen", sagte DWD-Sprecher Andreas Friedrich am Freitag.

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