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Kältewelle mit bis zu -20 Grad trifft Deutschland

WELT-Logo WELT 22.02.2018
Postbote im Schnee © dpa Postbote im Schnee

Temperaturen wie am Polarkreis, dazu ein schneidender Nordostwind: In den kommenden Tagen wird es in Deutschland noch einmal richtig kalt. Neuschnee gibt es aber wohl nur in zwei Regionen.

Deutschland steht zum Wochenende ein kräftiger Kälteeinbruch bevor. Frost bis zu minus 20 Grad erwarten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für die kommenden Nächte. Selbst tagsüber gibt es fast überall klirrenden Dauerfrost – und der fühlt sich "noch deutlich kälter an, als er ohnehin ist", sagte ein DWD-Meteorologe.

Grund für die bevorstehende Kältewelle ist eine starke Strömung aus Nord und Nordost, die bitterkalte Luft aus Finnland, Schweden und Russland nach Deutschland bringt – dort wurden am Mittwochvormittag Temperaturen zwischen minus zehn und minus 20 Grad gemessen. "Diese Luft macht sich gerade auf den Weg nach Mitteleuropa und kommt am Wochenende an."

Mindestens bis Donnerstag der kommenden Woche bleibt es laut DWD frostig. Manche Modelle gehen sogar von einer noch längeren Kälteperiode aus. Denn die derzeitige Wetterlage über Europa sei vergleichsweise stabil, erklärte der Wetterkundler. 2013 habe es ein vergleichbares Phänomen gegeben – mit der Folge, dass es bis in den März hinein in Deutschland frostig kalt blieb.

Einen Lichtblick gibt es jedoch: Das vielerorts trübe Wetter der vergangenen Wochen scheint damit vorerst vorbei. Vielerorts wird es meist sonnig. Nur an der Ostseeküste und dem Alpenrand ist mit Schneefällen zu rechnen.

Konkret entwickelt sich das Wetter nach Angaben des DWD bis kommenden Mittwoch wie folgt: Während im Nordosten und Süden noch Wolkenfelder durchziehen, die Schnee mit sich bringen, scheint die Sonne vor allem in einem Streifen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen. Es weht ein mäßiger Nordostwind, der am Montag vorübergehend auffrischt.

Ab Wochenbeginn ist der Himmel auch im Süden weitgehend klar. Zugleich sinken ab Montag die Tagestemperaturen bundesweit auf den Gefrierpunkt.

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