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Mit bis zu 250 Stundenkilometern fegt „Dorian“ über die Bahamas – ein Toter

WELT-Logo WELT 02.09.2019
Mit Windgeschwindigkeiten von knapp 300 Kilometern pro Stunde wütet Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas. An Amerikas Ostküste werden nun ganze Küstenstreifen evakuiert. Quelle: WELT/Sandra Saatmann © WELT/Sandra Saatmann Mit Windgeschwindigkeiten von knapp 300 Kilometern pro Stunde wütet Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas. An Amerikas Ostküste werden nun ganze Küstenstreifen evakuiert. Quelle: WELT/Sandra Saatmann

Auf den Bahamas hat der schlimmste Hurrikan seit Beginn moderner Aufzeichnungen mit zerstörerischen Winden und Sturmfluten große Schäden verursacht. Mindestens ein Mensch wurde getötet, wie das Tourismusministerium am Montag mitteilte. Rettungskräfte konnten aber noch nicht in alle Gebiete vordringen. Das Ausmaß der Schäden auf den nördlichen Bahamas war daher zunächst noch nicht abzusehen.

Bis zu 13.000 Häuser könnten schwer beschädigt oder zerstört sein, warnte das Rote Kreuz am Montag in Genf. Auf den nordöstlichen Abaco-Inseln hätten weitläufige Überschwemmungen die Trinkwasserquellen verunreinigt, hieß es weiter. Der Premierminister der karibischen Inselgruppe, Hubert Minnis, schrieb auf Twitter: „Die Verwüstung ist beispiellos.“

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Die Winde des Hurrikans erreichten Geschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde und tobten am Montag über der Insel Grand Bahama, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum in Miami erklärte. Der Insel drohten demnach „extreme Zerstörung“ und meterhohe Sturmfluten. Das Zentrum des Sturms bewegte sich nur noch mit weniger als zwei Stundenkilometern nach Westen in Richtung der US-Küste, weswegen die Bahamas der Wucht des Hurrikans stundenlang ausgeliefert waren. Entlang der US-Küste wurden vorsorglich Evakuierungen angeordnet, von denen Hunderttausende Küstenbewohner betroffen waren.

Die Internet-Seite windy.com stellt Wetterbedingungen grafisch dar. Je rot-blauer eine Karte eingefärbt ist, desto stärker sind die Winde dort Quelle: windy.com © windy.com Die Internet-Seite windy.com stellt Wetterbedingungen grafisch dar. Je rot-blauer eine Karte eingefärbt ist, desto stärker sind die Winde dort Quelle: windy.com

Videos von den Abaco-Inseln, auf die der Hurrikan bereits am Sonntag getroffen war, zeigten überschwemmte Straßen, unter Wasser stehende Häuser und umgeknickte Bäume. Eine Frau veröffentlichte auf Facebook ein Video, das reißende Sturmfluten in der Ortschaft Marsh Harbour zeigt. Sie und ihr vier Monate altes Kind seien auf einer Treppe ihres Wohnhauses gestrandet, das Dach sei weggefegt worden. Das Wasser habe einige Menschen mitgerissen. „Bitte betet für uns“, ruft sie immer wieder.

Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin verlautete, es seien bislang keine Fälle bekannt, in denen Deutsche durch den Hurrikan zu Schaden gekommen seien oder konsularische Unterstützung benötigten.

Am Montagabend (Ortszeit) sollte „Dorian“ der Küste Floridas „gefährlich nahe“ kommen und dann in Küstennähe nach Norden abdrehen. An der US-Küste sei daher mit zerstörerischen Winden, Sturmfluten und Überschwemmungen zu rechnen, warnten die Meteorologen. Sollte der Sturm auch nur gering vom prognostizierten Pfad abweichen, könnte er doch noch auf Land treffen und für große Schäden sorgen, warnten die Meteorologen. Am Montagnachmittag wurden in Florida bereits Windböen von knapp 80 Kilometer pro Stunde gemessen.

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In Florida und den nördlicheren Bundesstaaten Georgia und South Carolina galt bereits der Notstand. In Florida sollten am Sonntag oder Montag tief gelegene und hochwassergefährdete Landesteile sowie Wohnwagen von Palm Beach County bis mindestens Daytona Beach an der Ostküste verlassen werden.

In South Carolina wurde die Evakuierung der gesamten Küste beschlossen. Der Hurrikan erreichte in seinem bisherigen Verlauf die stärkste Kategorie fünf. Von der verpflichtenden Anordnung waren in South Carolina beinahe eine Million Menschen betroffen, viele müssen zum vierten Mal in vier Jahren ihr Zuhause verlassen. Gouverneur Henry McMaster sagte, er wisse, dass einige Menschen darüber nicht glücklich seien. Aber „wir glauben, wir können jeden am Leben erhalten“, sagte er.

Ruhe vor dem Sturm am Strand von Jacksonville, Florida Quelle: REUTERS © REUTERS Ruhe vor dem Sturm am Strand von Jacksonville, Florida Quelle: REUTERS

In Florida gab es trotz der Anordnung am Wochenende relativ wenig Verkehr, anders als 2017, als Hurrikan „Irma“ für ein Verkehrschaos sorgte. Derzeitige Vorhersagen sehen eine Gefahr nur für die Ostküste Floridas, weshalb Bewohner nach Westflorida fliehen könnten.

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