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Nach Sonnensturm: Polarlichter in Deutschland möglich – aber es drohen auch Gefahren

EXPRESS-Logo EXPRESS 07.09.2017

Polarlichter Symbol (1): Nach Sonnensturm: Polarlichter in Deutschland möglich – aber es drohen auch Gefahren © picture alliance / dpa (Symbolbild) Nach Sonnensturm: Polarlichter in Deutschland möglich – aber es drohen auch Gefahren

Wäre das nicht schön? Polarlichter kennen wir sonst nur aus nördlichen Ländern wie Island oder Norwegen. Ein Sonnensturm könnte nun dafür sorgen, dass wir das Himmelsphänomen auch in Deutschland zu sehen bekommen.

Es war der heftigste Sonnensturm seit über zwölf Jahren. Die Eruption mit der Energie von mehreren Milliarden Atombomben, hat nun Auswirkungen auf die Erde.

Störungen im GPS-System

Mit Lichtgeschwindigkeit dringt seit Mittwoch Röntgenstrahlung in die Erdatmosphäre ein. Diese sind so stark, dass die die Ausbreitung von Funkwellen beeinflusst werden könnten. Auch das GPS war zeitweise betroffen.

Spektakuläre Bilder der Eruption wurden jetzt von dem Solar Dynamics Observatory der Nasa veröffentlicht. Sie zeigen einen grellen UV-Blitz. Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, traf die Strahlung nur acht Minuten später auf die Erde.

Die Röntgenstrahlen sind allerdings nicht das einzige, das in die Erdatmosphäre eindringen konnte. Gigantische Mengen Gas wurden in den Weltraum geschossen, die sich später als Polarlichter bemerkbar machen könnten. Was für uns schön anzusehen ist, ist für die Raumfahrt sehr gefährlich.

Auswirkungen auf die ISS

Weltraummeteorologin Tamitha Skov warnte davor, dass einige Regionen einer erhöhten kosmischen Strahlung ausgesetzt werden. In den gefährdeten Gebieten sei es sinnvoll, Verkehrsflugzeuge umzuleiten.

Weltraumspaziergänge der ISS seien in den nächste Tagen auch ausgeschlossen. Auch Überlandleitungen könnten von den Störungen betroffen sein. Keine Auswirkungen seien jedoch in Bezug auf Fahrzeuge oder andere elektrische Geräte zu erwarten.

Als „Carrington-Ereignis“ wird der bislang größte bekannte Sonnensturm bezeichnet. 1859 sorgten mehrere Sonneneruptionen für Chaos auf der Welt. Das sich im Aufbau befundene Telegrafennetz wurde dabei schwer beschädigt. Grund waren Starkströme, die durch die Leitungen schossen.

Berichten zu Folge war es in Europa zeitweise so hell, dass die Menschen nachts auf der Straße Zeitung lesen konnten. In Rom waren Polarlichter am Himmel zu sehen. Auch heute noch würde ein solcher Sonnensturm massive Schäden auf der Erde anrichten.

(dhu)

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