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Osteuropa-Tief: Schauer und Gewitter zum Siebenschläfer: Das blüht uns nun im Sommer

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 25.06.2018 berliner-kurier
5F99AE0079C05539: Ausgerechnet zum Siebenschläfertag erwarten Meteorologen im Osten Schauer und Gewitter. © dpa Ausgerechnet zum Siebenschläfertag erwarten Meteorologen im Osten Schauer und Gewitter.

Das Wochenende hat Berlin und Brandenburg eine kühle Dusche verpasst, aber diese Woche dreht der Sommer wieder auf. Das lässt vor allem deshalb aufhorchen, weil am Mittwoch ein ganz besonderer Stichtag ansteht: Der Siebenschläfer. "Ist der Siebenschläfer nass, regnet's ohne Unterlass", besagt eine alte Bauernregel.

Skeptiker zweifeln die Bedeutung des Siebenschläfers an, doch statistische Auswertungen haben gezeigt, dass das Wetter um den Siebenschläfer herum tatsächlich regional Auswirkungen haben könnte: Mit 60 Prozent Wahrscheinlichkeit bildet sich laut Deutschem Wetterdienst (DWD) in der Siebenschläferzeit eine Wetterlage heraus, die sich in den nachfolgenden Wochen fortsetzt - in Süddeutschland ist die Wahrscheinlichkeit statistisch größer, im Norden geringer.


Versalzt Schlechtwettertief die Hochsommer-Suppe?

Zwei Trends könnten den Fortgang des Sommers bestimmen. Zum einen nähern wir uns voraussichtlich schon wieder der 30-Grad-Marke. Zum anderen wird es in Teilen unserer Region, wie auch in einigen anderen Bundesländern, feucht.

Darüber werden sich Landwirte freuen, deren Felder zunehmend verdörren und denen schmerzliche Ernteausfälle drohen. Für Hoteliers und Zeltplatzbetreiber sind Schauer und Gewitter zur nahenden Feriensaison aber keine willkommenen Gäste.

Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) schaut mit Sorge auf ein Osteuropa-Tief, das im Osten und Südosten Deutschlands die Suppe „Hochsommerwetter“ gehörig versalzen könnte.

„Sah es die vergangenen Tage immer wieder so aus, als würde es in ganz Deutschland in den kommenden Tagen für sonniges und vielfach trockenes Wetter reichen, so sieht es nun etwas anders aus." In den betroffenen Regionen erwartet Jung gedämpfte Temperaturen und auch zeitweise etwas Regen - war das vergangene Wochenende in Berlin ein Vorgeschmack auf das, was Teilen unserer Region im Sommer blüht? In der einen Region trockene Hitze, in der anderen Region ungemütliches Schmuddelwetter - müssen wir uns auf so ein zweigeteiltes Wetter einstellen?

Schauer ab Dienstag möglich

Blicken wir noch einmal genauer darauf, was der Deutsche Wetterdienst (DWD) für diese Wetterwoche erwartet. Vom Norden her lockert es in Brandenburg auf, allerdings halten sich die Wolken in der Mitte und im Süden noch mindestens bis Montagmittag. Es bleibt aber überwiegend trocken. In Berlin bleibt es angenehm mild mit etwas Sonne und maximal 21 Grad am Nachmittag.

Die Nacht bleibt mit Tiefstwerten zwischen neun und 12 Grad trocken, aber am Dienstag verdichtet sich die Bewölkung wieder und der DWD erwartet im Osten vereinzelte Schauer.

In den anderen Landesteilen lockert es zum Nachmittag bei Höchstwerten zwischen 22 und 25 Grad auf. Auch die Nacht zum Mittwoch bleibt bei neun bis 12 Grad trocken.

Ab Siebenschläfer Gewitter möglich 

Ausgerechnet zum Siebenschläfertag am Mittwoch trübt sich das Bild deutlich ein: Zwar beginnt der Tag heiter, doch dann bildet sich zunehmend starke Quellbewölkung. Im Osten könnte es ein wenig schauern oder sogar gewittern. Die Temperaturen steigen nochmals auf Höchstwerte zwischen 23 und 26 Grad an.

Die Nacht zu Donnerstag bleibt mild und trocken bei Tiefstwerten zwischen 12 und 15 Grad. Auch der Donnerstag zeigt sich zweigeteilt: Im Norden hängen dichte Schleierwolken am Himmel, doch die Sonne ist dort nicht chancenlos. Im Süden trüben dagegen dichte Wolken den Tag ein. Vereinzelt könnten dort wieder Schauer oder Gewitter abregnen. Es wird noch einen Tick wärmer mit Höchstwerten von bis zu 27 Grad.

Trend: Bis 32 Grad und warme Nächte erwartet

Tagsüber sind weitere Niederschläge nicht ausgeschlossen, aber zum Wochenende deuten die Wettermodelle zunächst auf eine Wetterberuhigung. Der DWD-Wettertrend lässt sehr sommerliche Höchstwerte von bis zu 32 Grad sowie warme, möglicherweise sogar tropisch-warme Nächte erwarten.

Welchen Reim soll man sich darauf machen? Wetterexperte Dominik Jung rät dazu, nicht allein auf den Siebenschläfertag zu schauen, sondern den Blick auf den Siebenschläferzeitraum Ende Juni bis Anfang Juli zu richten.

Hitze liegt auf der Lauer

Demnach scheint sich die heiße Phase einfach ein paar Tage nach hinten zu verschieben. Ohnehin sei die Trefferquote der Siebenschläfer-Regel im Norden nicht sonderlich hoch, betont Jung. 

Sein Fazit: "Die Hitze liegt weiterhin auf der Lauer, scheint sich nach und nach anzupirschen und Deutschland Richtung Wochenende voll zu erreichen." Das Schlechtwettertief aus Osteuropa trübt das Wetter zwar im Wochenverlauf ein, doch zum Wochenende erwartet Jung wieder trockenes Hochsommerwetter.

Und so könnte es doch noch etwas werden mit dem Hochsommer zum Ferienbeginn (in Berlin und Brandenburg am 5. Juli). JSt 

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