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So gut wie kein Regen: Wetterexperte befürchtet neue Dürre

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 20.02.2019 berliner-kurier
Knockentrocken: So sah es noch im Herbst in vielen Gegenden Deutschlands aus. Droht sich die große Dürre zu wiederholen? © dpa Knockentrocken: So sah es noch im Herbst in vielen Gegenden Deutschlands aus. Droht sich die große Dürre zu wiederholen?

Hinter uns liegt das trockenste Jahr seit Menschengedenken: Monatelang fiel in unserer Region so gut wie kein Tropfen vom Himmel - und nun droht sich die Dürre des Jahres 2018 nach kurzer Unterbrechung fortzusetzen.

„Ein Hoch folgt dem nächsten"

Noch befinden wir uns kalendarisch mitten im Winter, doch die Konstellation klingt allzu vertraut: „Ein Hoch folgt dem nächsten", beschreibt Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net), was auf uns zukommt. Dorint heißt das Hoch, das bis Wochenbeginn für frühlingshaftes Wetter bei uns gesorgt hat, und mit Erika kommt nun das nächste Hoch auf uns zu.

winter © wetterdata.de winter

Mit mindestens zehn Tagen Hochdruck rechnet Wetterexperte Jung. Dabei wird es wohl nicht bleiben: Die große Trockenheit wird sich wohl bis in den März hinein fortsetzen. Lediglich für den Nordosten Deutschlands rechnet Jung im Februar noch mit etwas Regen. Wieviel unsere Region davon abbekommt, ist ungewiss. Etwas Regen wird bei maximal neun Grad am Donnerstag in unserer Region fallen, doch danach sehen die Wettermodelle so gut wie keine Niederschlage vor.

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Im Westen bis zu 20 Grad, im Osten Kaltluftschock

Gewiss ist dagegen, dass wir von den angenehmen Seiten des Hochdruckeinflusses in Berlin und Brandenburg nicht genauso profitieren wie die Menschen im Westen Deutschlands: Denn dort rechnet Wetterexperte Jung mit einer Neuauflage des Vorfrühlings und Temperaturen, die lokal an die 20-Grad-Marke heranreichen.

In unsere Region sickert hingegen zunächst kühlere Luft ein, die vor allem am Wochenende für eisige Nachttemperaturen bis zu minus sechs Grad und auch recht kühle Tagestemperaturen um die drei Grad am Sonnabend sorgen werden. 

Nach diesem kleinen Temperaturschock geht es jedoch rasch aufwärts mit den Höchstwerten, die kommende Woche zumindest die 12-Grad-Marke erreichen können. 

Wasserpegel droht einen halben Meter zu fallen

Hier wie dort werden die Wassermanager bereits nervös - besonders am Rhein droht der Pegel bis Monatsende um einen halben Meter zu sinken. Wir erinnern uns: Nur mit Mühe und Not gelang es den Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg, den Pegel der Spree aufrecht zu erhalten. Der für Berlins Wasserverkehr so wichtige Fluss floss mit einem Male rückwärts, versiegte jedoch nicht.

Die derzeit belastbaren Prognosen reichen bis Anfang März - bis dahin könnten sich die trockenen Aussichten noch ändern, aber aus heutiger Sicht deutet nichts darauf hin.

Winter weicht nach Griechenland aus

Dürre (1) © meteociel.fr Dürre (1)

Auch der Winter ist bis auf den kleinen Kälteeinbruch am Sonnabend bei uns kein Thema - eisig wird es dagegen ausgerechnet dort, wo man sonst mediterrane Wäre erwarten würde: In Griechenland erwarten die Meteorologen eisige Temperaturen. Selbst in Athen könnte Schnee fallen. Diese Kaltluft rauscht an uns vorbei - stattdessen könnten wir bald wieder von der milden Spanienluft profitieren. 

Blicken wir noch einmal zurück in das vergangene Jahr: Damals brachen die Temperaturen genau um diese Zeit zum Ende Februar heftig ein - und danach schossen die Temperaturen im März in frühlingshafte Höhen.

In diesem Jahr hat der Frühling schon im Februar angeklopft - ein Wintereinbruch im März ist zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber nirgendwo in Sicht. JSt  

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