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Sogar Frost möglich!: Erst Hochsommerhitze-Nachschlag, dann der Herbst-Schock

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 17.09.2018 berliner-kurier
Der Sommer will nicht weichen, doch erste Herbst-Vorboten kündigen sich bereits an. © dpa Der Sommer will nicht weichen, doch erste Herbst-Vorboten kündigen sich bereits an.

An diesem Wochenende ist offiziell Schluss mit Sommer: Die heiße Jahreszeit endet am Sonntag auch kalendarisch. Für Meteorologen hat der Herbst bereits am 1. September begonnen - doch auf den letzten Drücker gibt der Sommer noch einmal alles: Berlin und Brandenburg werden noch einmal eine Woche Badewetter vom Feinsten erleben.

helene (1) © wetter.net helene (1)

Hurrikan Helene facht Temperaturen auf bis zu 31 Grad an

Angefeuert wird diese Entwicklung ausgerechnet von einem abgeschwächten Hurrikan namens Helene. Wetter-Experte Dominik Jung (wetter.net) erklärt dieses ungewöhnliche Wetter „Ex-Hurrikan Helene pumpt ab heute aus Südwesteuropa sehr warme Luft nach Mitteleuropa und nach Deutschland." 

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Bereits am Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) für diese Jahreszeit ungewöhnlich warme Höchstwerte von 26 bis 28 Grad unter blauem Himmel. Nach einer kühlen Nacht erwarten wir am Dienstag den wohl vorerst wärmsten Tag mit bis zu 31 Grad. Fast ebenso heiß versprechen Mittwoch und Donnerstag zu werden - und die Nachtwerte bewegen sich mit Temperaturen um die 15 Grad auf einem absolut sommerlichen Niveau.

Vom Westen her folgt der Temperaturschock

absturz © wetter.net absturz

Was dann passiert, ist nach dem gefühlten Endlos-Sommer kaum zu glauben: Von Westen her kündigt sich bereits ab Freitag ein krasser Temperatursturz an. So wie es aussieht, wird dieser den Osten noch nicht am Freitag, aber am Wochenende erreichen.

Und was danach folgt, darauf haben Meteorologen zurzeit völlig entgegengesetzte Sichtweisen. Folgt man dem Wettertrend des DWD, können wir die Sommer-Garderobe schon einmal tief im Schrank verstauen: Herbstliche Höchstwerte, die in unserer Region bald vielleicht nur noch 13 Grad am Tag und sechs Grad in der Nacht erreichen - andernorts könnte es sogar Frost geben: Damit wären wir definitiv mitten im Herbst angekommen.

 "So schnell lässt sich der Sommer nicht vertreiben" 

Daran will Wetterexperte Jung jedoch nicht glauben. "So schnell lässt sich der Sommer 2018 offenbar dann doch nicht aus Deutschland vertreiben", erklärt der Diplom-Meteorologe. Jung erwartet bereits zum Sonntag einen neuen Schwall warme Luft im Westen und Südwesten Deutschlands.

Die Frage ist nur, ob diese es schafft, bis in unsere Region vorzustoßen - und ob der Spätsommer tatsächlich auch im Herbst noch eine Extrarunde dreht. Als "sehr unsicher" bezeichnet Jung die Wetterlage ab Freitag. Die Vorhersagen der unterschiedlichen Wettermodelle weichen deutlich voneinander ab.

Die extremsten Aussichten liefert derzeit das US-Modell: Demnach müssten wir uns nach einem kurzen Warmluftvorstoß zum Sonntag auf eine deutliche Abkühlung einstellen. „Dann bestehen demnach sogar Chancen auf flächendeckenden Bodenfrost, lokal sogar auf Luftfrost" erklärt Jung. Selbst in der Variante wären in unserer Region allerdings immer noch Höchstwerte zwischen 16 bis 22 Grad drin - bis auf ein paar lokale Ausreißer hätten wir es dann wohl eher mit den ersten zarten Vorboten des Herbstes zu tun.

Deutlich sommerlicher sehen die Aussichten des europäischen Wettermodells aus: Auch zu Beginn der kommenden Woche könnten wir demnach weiter mit deutlich über 20, womöglich in unserer Region sogar 28 Grad rechnen. Keine der beiden Varianten lassen erwähnenswerte Niederschlagsmengen erwarten, die die fortdauernde Dürre mildern würde. JSt

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