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Stürmische Böen trüben Einheitsfest: Goldener Oktober und Hitzewelle stehen vor der Tür

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 02.10.2018 berliner-kurier
Erst in der zweiten Wochenhälfte gewinnt die Sonne gegenüber den trüben Wolken die Oberhand. © dpa Erst in der zweiten Wochenhälfte gewinnt die Sonne gegenüber den trüben Wolken die Oberhand.

Ungemütliche Aussichten trüben den Spaß zum Tag der Deutschen Einheit: Mit Mühe schleppen sich die Temperaturen am Dienstag so gerade eben noch über die Zehn-Grad-Grenze. Viele Wolken versperren die Sicht auf die Sonne und sorgen vom Nordwesten Brandenburgs her für etwas Regen. Dazu erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) auch noch böig aufdrehenden Wind. Bis zu 70 km/h könnten einzelne Windböen am Nachmittag errreichen.

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Tödlicher Absturz

Stürmische Böen bis zu 75 km/h am Festtag

Dieses ungemütliche Herbstwetter setzt sich bis in die Nacht fort - bei Tiefstwerten um die acht Grad. Noch weniger einladend präsentiert sich der große Feiertag: Zwar erholen sich die Höchsttemperaturen etwas und erreichen immerhin 15 Grad. Doch nun drehen die Böen sogar noch stärker auf und erreichen in unserer Region bis zu 75 km/h. Und dazu fallen aus wechselnder Bewökung neue Schauer.

Doch in der zweiten Wochenhälfte erholt sich das Wetter wieder, und passend zum Wochenende meldet sich der Goldene Oktober! Irgendwie auch symbolisch zum Einheitsfest haben wir es gleich mit zwei Hochs zu tun - Ulf aus Westen und Viktor aus dem Osten. Beide werden uns nacheinander verwöhnen.

Am Donnerstag sind zwar letzte Schauer nicht ausgeschlossen, aber die Höchstwerte erreichen schon wieder angenehme 17 Grad und der Wind flaut ab. Die Nacht zu Freitag bleibt trocken mit Tiefstwerten zwischen sechs und zehn Grad.

Örtlich Sommertemperaturen möglich

viktor © meteociel.fr viktor

Freitag setzt sich die Sonne gegenüber lockeren Wolken durch, und wir knacken örtlich bereits wieder die 20-Grad-Marke. So richtig auf dreht Ulf am Wochenende, bevor Hoch Viktor in der kommenden Woche das Westhoch quasi übergangslos ablöst - Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) rechnet sogar mit einem Sommer-Revival: „Es sind am Samstag sogar Werte bis 25 oder 26 Grad möglich. Und auch nächste Woche sind immer wieder Topwerte bis 25 Grad drin." Gemessen an dem für Oktober üblichen Werten könne man von einer Art Hitzewelle sprechen: „Das sind in der Tat Rekordwerte für die aktuelle Jahreszeit!"

Nachdem Ulf Tief Jessika ab Donnerstag verdrängt, startet Viktor kommende Woche eine wahre Spätsommerparty. „Viktor wird uns dann in der gesamten zweiten Oktoberwoche mit Sonne satt versorgen." Wie hoch die Temperaturen steigen, entscheidet sich örtlich: Mit mehr als 20 Grad ist zu rechnen, lokal sind aber auch bis zu 25 Grad drin - die Schwelle für einen Sommertag wäre damit erreicht. Die magischen 25 Grad werden wir in unserer Region wohl nicht schaffen, aber bis zu 23 Grad hält Dominik Jung für realistisch.

Kein Wintereinbruch in Sicht - Dürre schreitet fort

Der Ausblick bis in die zweite Oktoberhälfte hinein lässt erwarten, dass es zunächst auch so bleiben wird: „Eine Abkühlung oder gar ein Wintereinbruch ist bis mindestens 17. Oktober nicht in Sicht“, so Jung. Eine ganz und gar ungewöhnliche Wetterlage, die sonst eher Ende Mai, Anfang Juni zu erwarten sei. Wie lange der Goldene Oktober uns noch verwöhnen wird, ist nicht absehbar. Wer als Autofahrer bislang noch keine Winterreifen aufgezogen hat, kann sich weiter Zeit lassen.

Die Schattenseite des Goldenen Oktobers bleibt, dass sich die seit dem Frühjahr anhaltende Dürre weiter fortsetzt: Außer örtlichen Schauern sind so gut wie keine Niederschläge zu erwarten.

„Schwachsinn"? So soll der kommende Winter werden

Auch für den kommenden Winter sind bereits allerlei Langfrist-Prognosen im Umlauf - die der Meteorologe Jörg Kachelmann allesamt als „Schwachsinn" bezeichnet. 

Nachvollziehbar, allerdings interessieren sich auch Meteorologen für längerfristige Trends, und so präsentiert die Seite "kachelmannwetter" die Prognose des Europäischen Wetterdienstes ECMWF. Die lässt aus heutiger Sicht einen ziemlich frostigen Januar erwarten. Einen eher zu milden Winter erwartet dagegen der US-Wetterdienst NOAA - auch dieser hat die Prognosen allerdings gerade abgesenkt. Wir sind gespannt, welche der beiden Prognosen ins Schwarze trifft! JSt

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