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Starkregen und Sturm: Alarmstufe Rot in Norditalien

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 25.11.2016 ksta
Durch den Ort Garessio wälzt sich eine Wasser- und Schlammlawine. Foto: Bernd März © REUTERS Durch den Ort Garessio wälzt sich eine Wasser- und Schlammlawine. Foto: Bernd März

Unwetter mit Starkregen und Sturm sind über den Nordwesten Italiens hinweggezogen. In Teilen der Regionen Ligurien und Piemont galt am Donnerstag die höchste Alarmstufe Rot.

Stundenlange Regenfälle ließen die Pegel der Flüsse Po und Tanaro steigen. Nicht weit entfernt liegt das größte italienische Werk des Süßwarenherstellers Ferrero in Alba. Es soll wegen des Hochwassers aus Sicherheitsgründen bis einschließlich Freitag geschlossen bleiben, wie ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Rom sagte. In dem Werk werden unter anderem Nutella und Überraschungseier produziert.

Mit Entspannung der Wetterlage werde erst am Freitag gerechnet, teilte der italienische Zivilschutz mit. Die piemontesische Provinz Cuneo traf es besonders hart: 25 Landstraßen wurden gesperrt. In der Stadt Ormea gab es einen Erdrutsch - ein Auto stürzte in eine tiefe Spalte. In der Gemeinde Garessio flutete der Fluss Tanaro die zentrale Brücke und teilte die Stadt, wie Bürgermeister Sergio Di Steffano der Nachrichtenagentur Ansa sagte. Fabriken und Schulen blieben geschlossen.

Auch in der Provinz Genua mussten Studenten und Schüler Zuhause bleiben, wegen starken Sturms wurden Parkanlagen und Gärten gesperrt. Mehrere Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Wegen des starken Regens trat im Zentrum von Turin der Po über die Ufer, berichtete Ansa. Auch an anderen Stellen drohte Hochwasser. Die Fußballer von Juventus Turin ließen sich davon nicht beirren: Sie trainierten im strömenden Regen, wie Fotos auf Twitter zeigten.

Auch für die Toskana galt eine Unwetterwarnung: Es wurde mit Sturm und starkem Seegang gerechnet. Die Alarmstufe gelb sollte noch bis Freitagmittag bestehen bleiben.

Der Norden Italiens wurde in den vergangenen Jahren immer wieder von heftigen Regenfällen, Überschwemmungen und Erdrutschen heimgesucht. Bei der Flutkatastrophe 1994 im Piemont starben mindestens 64 Menschen, etwa 2000 Menschen wurden obdachlos. Damals war es auch der Tanaro, der über die Ufer trat. Bei Überschwemmungen im Oktober 2000 kamen mindestens 12 Menschen ums Leben, die Millionenstadt Turin wurde von der Außenwelt abgeschnitten. (dpa)

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