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Sturm im Norden - Schneepause im Süden

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 08.01.2019 RP ONLINE
 An der Nordsee bereiten sich Gemeinden auf Sturm und erhöhte Wasserstände vor. © Mohssen Assanimoghaddam An der Nordsee bereiten sich Gemeinden auf Sturm und erhöhte Wasserstände vor.

München. Das Winterwetter bleibt extrem: Nach einem schneereichen Wochenende im Süden erreicht Sturmtief „Benjamin“ den Norden Deutschlands. An der Nordsee wird vor einer Sturmflut gewarnt. Die Wetterlage hat „hohes Unwetterpotential“.

Nach einem der schneereichsten Wochenenden der vergangenen Jahre gönnt der Winter den Menschen im südlichen Bayern und in Österreich am Dienstag voraussichtlich eine Pause. Doch die wird nur kurz sein. Außerdem muss in Sachsen, dem Schwarzwald, dem Erzgebirge und im Bayerischen Wald mit starkem Schneefall gerechnet werden. Für Teile der Nordseeküste veröffentlichte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie eine Sturmflutwarnung.

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Sturmtief „Benjamin“ wird dem Wetterdienst zufolge auch in NRW für Sturmböen und starke Winde sorgen. Im Hochsauerland soll überdies etwas Neuschnee fallen, dort ist am Morgen auch Glätte möglich.

Das Winterwetter hat auch weiterhin Folgen für den Flugverkehr: Die niederländische Fluggesellschaft KLM hatte in Amsterdam Schiphol vorsorglich etwa 160 Flüge gestrichen. Für diesen Dienstag rechnet der Flughafen damit, dass die stürmischen Winde für Verspätungen und Flugausfälle sorgen könnten. Die Deutsche Bahn schloss Auswirkungen des Sturmtiefs auf den Bahnverkehr nicht aus. Reisende sollten sich vorab informieren.

Spätestens in der Nacht zum Mittwoch werde im Süden Bayerns wieder wieder mehr Schnee fallen, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Die Wetterlage hat laut DWD „hohes Unwetterpotenzial“. Schüler können sich dagegen freuen: In Südbayern ist in vielen Orten die ganze Woche schulfrei. Auch am Montag hatten die Schneemassen im regionalen Zugverkehr in Bayern noch zahlreiche Verspätungen und Ausfälle verursacht. Die Lawinengefahr in den Allgäuer, den Ammergauer und den Werdenfelser Alpen sank von der zweithöchsten Stufe 4 auf 3.

In Österreich wächst unterdessen die Sorge vor weiteren Lawinen. Bis Donnerstag soll im Hochgebirge ein weiterer Meter Schnee fallen, in tieferen Lagen seien 30 bis 80 Zentimeter, sagte in Wien ein Sprecher der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Bei Lawinenabgängen waren im österreichischen Vorarlberg am Sonntag zwei deutsche Skifahrer ums Leben gekommen.

In den Niederlanden könnte durch den erwarteten Nordweststurm erneut Ladung aus den Containern des Frachtschiffes „MSC Zoe“ an Land spülen. Vor allem die Strände der Wattenmeerinseln Terschelling, Ameland und Schiermonnikoog müssten sich auf weiteres Treibgut einstellen, warnten die Behörden in der Provinz Friesland.

Die „MSC Zoe“ hatte in der vergangenen Woche auf dem Weg nach Bremerhaven 281 Container in der Nordsee verloren. Die meisten wurden inzwischen geortet und befinden sich auf dem Meeresboden. Die Behörden schließen aber nicht aus, dass Container, die noch nicht geortet wurden, durch die hohen Wellen beschädigt werden und aufbrechen. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz hält weitere Anlandungen auf Borkum, Juist und Norderney für denkbar.

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