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Sturm macht uns Angst: 7 Fragen zum Orkantief „Egon“

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 13.01.2017
01K___03_71-110728674_ori: Schnee, Sturm und Kälte im ungemütlich-winterlichen Mix: Das Wetter hält uns in Atem. © dpa Schnee, Sturm und Kälte im ungemütlich-winterlichen Mix: Das Wetter hält uns in Atem.

Das Schnee- und Orkantief fegt über Deutschland, bläst uns zurück in den Winter: orkanartige Böen, viel Schnee und dann dauerhaft eisige Sibirien-Kälte. „Egon“ jagt uns ganz schön Angst ein! Wir beantworten die sieben wichtigsten Fragen zum Wetter-Roulette.

1. Wo wütet „Egon“ am schlimmsten?

„Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Regionen in Nord- und Ostdeutschland werden noch Probleme mit dem Tief bekommen“, so Franz-Josef Molé, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD) zu uns.

Das Tief wird mit neuen Schneefällen auch Berlin und Brandenburg erreichen.

2. Wie hart trifft „Egon“ den Norden?

Die Meteorologen rechnen mit heftigen Windböen und stürmischem Eisregen, darunter immer wieder auch Schnee. Besonders windig soll es an den Küsten werden. 

3. Worauf müssen wir uns einstellen?

Bahnreisende werden in den nächsten Tagen wegen der angekündigten Schneeschauer mit längeren Fahrten im Fernverkehr rechnen müssen.

Die Bahn drosselt die Höchstgeschwindigkeit der ICE an diesem Freitag auf Tempo 200. Das soll Verspätungen und Ausfälle durch Schotter und Eisklumpen verhindern.

4. Wo lauern Gefahren?

Bei Stromleitungen, die durch nassen Schnee in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei Bäumen, die durch die Schneelast umknicken.

5. Warum ist die aktuelle Wetterlage so schwer einzuschätzen?

„Das liegt daran, dass das Tief »Egon« verhältnismäßig kleinräumig ist. Bei der Wettervorhersage legen Meteorologen ein Netz über den Erdball, Messungen werden an den Knotenpunkten vorgenommen. Phänomene mit kleinerer räumlicher Erstreckung gehen schnell schon mal weniger gut in die Maschen des Netzes“, so der DWD-Meteorologe.

„Dazu kommt, dass »Egon« harmlos begann und sich erst über Nordfrankreich zu einem Orkan entwickelt hat. 24 Stunden vorher zu prognostizieren, wo der jetzt genau auftritt, ist schwierig.“

6. Wie ist die außergewöhnliche Wetterlage entstanden?

„Winterstürme entstehen, wenn subtropische und polare Luftmassen mit großen Temperaturunterschieden aufeinandertreffen“, so Molé. „Durch Störungen in der höheren Atmosphäre wird ein Tief sehr heftig und bewegt sich sehr zügig fort. Ein sogenannter Schnellläufer kann schon mal 1000 Kilometer in 24 Stunden hinlegen.“

7. Wie geht es nach „Egon“ weiter mit dem Wetter?

Der Trend für die Tage nach dem Wochenende: Deutschland wird zum Gefrierschrank. Vor allem Hamburg dürfte es erst einmal mit Dauerfrost zu tun bekommen – Bibberalarm!

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