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Unwetter-Schadensbilanz in NRW: Spitzenreiter Münster – Im Schnitt 6600 Euro pro Haus

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 14.09.2018 Corinna Schulz
Symbolbild © dpa Symbolbild

Keine andere Stadt in Nordrhein-Westfalen war in den vergangen 15 Jahren so stark von extremen Wetterereignissen betroffen wie Münster. Das ergab eine Erhebung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die Jahre 2002 bis 2016.

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Pro Gebäude fiel in der Stadt ein Witterungsschaden von durchschnittlich 6600 Euro an. Der Wert bezieht sich auf alle Häuser in Münster – also auch auf die Gebäude ohne Witterungsfolgen. Der Hauptgrund für den Spitzenwert ist ein extremer Starkregen im Sommer 2014. Bis zu 290 Liter Niederschlag wurden in wenigen Stunden gemessen, rund 40 Millionen Kubikmeter schüttete es auf die ganze Stadt – Kanäle und Wasserläufe konnten die Massen nicht aufnehmen. Nahezu jedes fünfte Haus in Münster war betroffen, der Schaden der beschädigten Gebäude lag im Durchschnitt bei knapp 15.000 Euro.

Hochwasser und Starkregen als Haupt-Schadensverursacher

In dem Negativ-Ranking für NRW folgen hinter Münster Gelsenkirchen und Herne mit je 3400 Euro Gebäudeschaden. „Die Zahlen belegen, wie verheerend Naturgewalten sein können“, erklärte GDV-Präsident Wolfgang Weiler. Wer in Leverkusen wohnte, hatte hingegen relativ wenig Ärger mit Witterungsfolgen – dort lag der Schadenswert pro Haus im Schnitt nur bei 800 Euro. Nur halb so hoch wie der Bundesschnitt, der etwa 1600 Euro beträgt. Köln rangiert mit einem Wert von 1339 Euro im unteren Mittelfeld. Die größten Schäden entstanden im Jahr 2012 durch Hochwasser und Starkregen im Juni und Juli. Bei durchschnittlich 4700 Euro lagen die Kosten damals pro betroffenem Gebäude. Der Orkan Kyrill war das größte Sturmereignis in der Stadt. Mit im Schnitt 1135 Euro kamen betroffene Hausbesitzer aber deutlich glimpflicher davon als in vielen anderen Teilen von NRW.

© KStA-Grafik Böhne - Quelle: GDV Schadensdaten 2002-2016

In Bonn sorgte „Norbert“ im Juni 2013 mit Starkregen für Kosten in Höhe von rund 7100 Euro pro beschädigtem Gebäude. Mit 7700 Euro noch etwas höher war der Wert im Rhein-Sieg-Kreis. Durch Tief „Siegfried“ entstanden 2015 Schäden im Durchschnitt von rund 3800 Euro.

Die bundesweit am schlimmsten betroffenen Gebiete liegen in Bayern. Im Landkreis Deggendorf verursachten Naturkatastrophen von 2002 bis 2016 Schäden an Gebäuden von durchschnittlich 13 800 Euro. Dahinter folgt Passau mit 12.900 Euro. Beide waren seit 2002 zweimal von schweren Hochwassern betroffen, zuletzt im Jahr 2013.

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