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Wetter: Warum geht der Sommer in Berlin wie nie zuvor im Dauerregen unter?

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 25.07.2017 berliner-zeitung
Passanten gehen mit Regenschirmen bei heftigen Gewitterschauern einen Gehweg am Boxhagener Platz entlang.: dpa © dpa dpa

Schwere Regenwolken statt Sonne: Seit Wochen fällt in der Region deutlich mehr Regen als in den Sommern davor. „Allein im Juni waren es im Schnitt 128,7 Liter pro Quadratmeter, doppelt so viel wie in den Jahren zuvor“, sagt Meteorologin Heidrun Böttcher vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Nach ihren Angaben liegt Berlin mit 435 Liter Regen pro Quadratmeter seit Jahresbeginn schon jetzt 33 Prozent über dem üblichen Jahresdurchschnitt. An der Messstation in Tegel sind es sogar 63 Prozent.

Doch warum geht jetzt in Berlin der Sommer wie nie zuvor im Dauerregen unter? „Die Stadt hat einfach Pech“, sagt Michael Klein, Geschäftsführer des Internetportals Donnerwetter.de. „Das Berlin gerade heftigen Dauerregen abbekommt, liegt daran, dass Tief Zlatan über der Region festsitzt und nur langsam nach Osten abzieht.“ Auf seinem Weg vom Mittelmeer zu uns nehme das Tief mit seinem Wolkenband immer mehr Feuchtigkeit auf. „Die geringen Windströmungen in über 2000 Metern Höhe sorgen dafür, dass die schweren Wolken länger über Berlin hängen und abregnen“, sagt Klein. Von Polen schiebt Tief Alfred zusätzlich noch Regenwolken nach Berlin.

Es wird wieder sommerlicher

Tief Alfred wird Zlatan ablösen und weiter für unbeständiges Wetter sorgen. Die Prognosen des DWD sehen auch für den Mittwoch noch düster aus. Niederschläge von bis zu 80 Litern pro Quadratmeter werden erwartet. „Dauerregen wird es aber zum Wochenende nicht mehr geben, die Sonne scheint mehr, die Temperaturen werden mit 25 Grad sommerlicher“, sagt Klein.

Die Dauerniederschläge und der Jahrhundertregen Ende Juni, an denen mehrere aufeinanderfolgende Gewitter schuld waren, seien ein Phänomen für Berlin, so der Meteorologe. Sicher seien die heftigen Regenfälle ein Zeichen für den Klimawandel. „Ob aber die zunehmende Erwärmung künftig für mehr Niederschläge im Sommer sorgen wird, ist fraglich“, sagt Klein.

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