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Winter-Unfall mit Sommerreifen: Wann zahlt die Versicherung

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 03.03.2017 ksta
In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Wer den Wechsel versäumt, riskiert im Fall eines Unfalls seinen Versicherungsschutz. Foto: Marcus Brandt © 2017 Mediengruppe M. DuMont Schauberg GmbH & Co. KG In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht. Wer den Wechsel versäumt, riskiert im Fall eines Unfalls seinen Versicherungsschutz. Foto: Marcus Brandt

Autofahrer können im Winter ihren Versicherungsschutz riskieren, wenn sie ohne Winterreifen unterwegs sind. Doch wenn sie dabei nicht grob fahrlässig handeln, muss unter Umständen die Versicherung dennoch zahlen, wenn es zu einem Unfall kommt.

des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist. Im Januar war ein Autofahrer gegen 5.00 Uhr morgens von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Seine Versicherung wollte ihm seinen Schaden nur zur Hälfte erstatten. Begründung: Der Mann fuhr auf Sommerreifen.

Das sah das Gericht anders. Zwar sei es geboten, bei lediglich 1,8 Grad Winterreifen zu nutzen. Doch an jenem Morgen gab es weder Schnee, Glätte oder Regen. Auch habe der Fahrer unterwegs keine Probleme gehabt und sich nicht grob fahrlässig verhalten. So müsse ihm der volle Betrag ersetzt werden.

Generell gilt in Deutschland eine situative Winterreifenpflicht, die sich nicht nach Zeiträumen orientiert. „Das heißt, dass Autofahrer auf Winterreifen fahren müssen, wenn es die winterlichen Straßenverhältnisse gebieten”, sagt Rechtsanwalt Frank Häcker vom DAV. (dpa/tmn)

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