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Wo auf der Erde fällt der meiste Regen?

Welt der Wunder-Logo Welt der Wunder 30.05.2017 Welt der Wunder

Wo auf der Erde fällt der meiste Regen? © istock-intst Wo auf der Erde fällt der meiste Regen? Regen, Regen und nochmals Regen: Manch ein Ort auf der Erde hat, was die Witterungsbedingungen anbelangt, wahrlich nicht das große Los gezogen. Doch wo fällt das meiste Wasser vom Himmel? Und woran liegt das? 

Wer angesichts des deutschen Wetters ein langes Gesicht zieht, dem sei gesagt: Es geht noch viel, viel schlimmer. Zum Beispiel in Indien: Das Zehntausend-Einwohner-Städtchen Cherrapunji galt lange als nassester Ort der Erde. Jedes Jahr fallen hier 11.430 Millimeter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Cherrapunji liegt am Hang der Khasi-Berge im Osten Indiens, im Sommer entlädt sich hier der Nordwestmonsun, im Winter der Nordostmonsun. Abgesehen von einer kurzen Erholungsphase im Dezember regnet es hier praktisch unaufhörlich. Konkurrenz macht Cherrapunji allerdings der neun Kilometer entfernten Nachbarort Mawsynram: Aktuellen Messungen zufolge ist er sogar noch verregneter als Cherrapunji. 11.872 Millimeter sollen hier pro Quadratmeter fallen.

Mit dem Regenschirm nach Hawaii

Ein Ort jedoch lässt selbst Cherrapunji und Mawsynram blass aussehen – und der liegt, kaum zu glauben, auf Hawaii. Am Mount Wai'ale'ale auf der Insel Kauai regnet es durchschnittlich 335 Tage im Jahr, 12.000 Millimeter pro Quadratmeter. Der Grund dafür ist, dass der Nordostpassat hier das ganze Jahr über nahezu ungebremst auf die steilen Klippen des 1.569 Meter hohen Berges prallt. Die feuchte Luft kondensiert an den Hängen, so dass es ohne Unterlass regnet. Für Menschen sind die schlammigen Wege hier kaum passierbar. Skurril ist aber: Auf der Südwestseite der Insel Kauai gibt es praktisch überhaupt keinen Niederschlag. Da sich die Wolken auf der Nordostseite bereits abgeregnet haben, herrscht hier ein fast wüstenhaftes Klima.

Ebenfalls auf Hawaii befindet sich übrigens die verregneteste Stadt der USA. Mit seinen 40.000 Einwohnern liegt Hilo an der Ostküste von Big Island, der größten Hawaii-Insel. Ähnlich wie auf Kauai bringt auch hier der Nordostpassat unaufhörlich neue Wolken heran, die sich vor den beiden über viertausend Meter hohen Bergen Mauna Kea und Mauna Loa abregnen. In Hilo herrscht tropisches Regenwaldklima – es ist schwül-heiß. Durchschnittlich gibt es hier an 275 Tagen im Jahr Niederschläge.

Trauriger Titel für das Allgäu

Das schlechteste Wetter in Deutschland herrscht übrigens im bayerischen Balderschwang. Das 241-Einwohner-Dörfchen im Allgäu ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach mit einer jährlichen Niederschlagsmenge von 2.450 Millimetern pro Quadratmeter gesegnet. Immerhin: Der reichhaltige Niederschlag sorgt hier für einen langen, weißen Winter, der Skiurlauber aus aller Welt anzieht.

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