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„In 20 Jahren wird niemand mehr arbeiten“, prophezeit ein Digitalexperte

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 17.04.2018 Lena Anzenhofer

„In 20 Jahren wird niemand mehr arbeiten“, prophezeit ein Digitalexperte © picture alliance / Jörg Sarbach/dpa „In 20 Jahren wird niemand mehr arbeiten“, prophezeit ein Digitalexperte

Die Arbeitswelt wird sich in 20 Jahren vollständig verändert haben, sagt der Gründer eines Beratungsunternehmens Karl-Heinz Land in der „Wirtschaftswoche“. Viele Jobs würden wegfallen, weil sie allzu leicht ersetzt werden könnten — verantwortlich dafür sei die Digitalisierung.

Land geht sogar so weit, zu behaupten, dass in drei bis vier Jahrzehnten niemand mehr arbeiten werde. Klassische Berufe wie etwa Steuerberater, Jurist oder auch Taxifahrer würden demnach künftig durch Maschinen übernommen. Auch Mediziner sind nicht davon ausgenommen. Noch ist es schwer, sich die Ausmaße vorzustellen.

Die Anfänge dafür sind jedoch längst gemacht. Aktien werden digital gehandeltKryptowährungen wie Bitcoin werden digital gesteuertder autonom fahrende Bus ist nun auch in Deutschland vorgestellt worden. Nur: Was passiert mit der neu gewonnenen Zeit? Und vor allem: mit uns?

Die Digitalisierung erfordert eine neue Definition von Arbeit

Es sei unwahrscheinlich, dass die Leute nur zu Hause blieben, wenn der Job wegfalle. Der Digitalexperte geht davon aus, dass man sich stattdessen ehrenamtlich engagiert und dadurch seinem Alltag einen ganz anderen Sinn verleiht. Es werde nicht mehr primär darum gehen, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Zudem würden durch die Digitalisierung auch Jobs geschaffen. Nach wie vor sind Absolventen der MINT - Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gefragt: Es muss Menschen geben, die Big Data auswerten und kommunizieren (sogenannte Data Engineers). Menschen, die sich mit künstlicher Intelligenz auskennen (Data Scientists) oder eben solche, die die Programme entwickeln (Mobile Developer).

Lest auch: Mangel an Fachkräften bremst Digitalisierung im Mittelstand

Doch es gebe auch Berufe, die vor der Digitalisierung weitgehend sicher seien. Dazu zählen Tätigkeiten in der Kreativbranche sowie in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Denen prophezeit Land eine große Zukunft.

Eine Sache werden Maschinen niemals besser können als wir

Was Schnelligkeit, Effizienz und Präzison in der Fertigung angeht, sind uns Maschinen haushoch überlegen. Doch es gibt einen genauso offensichtlichen wie wichtigen Unterschied — denn was sie nicht können und nie können werden: Menschsein. 

Pflegekräfte werden nicht nur immer gefragter, sie sind auch deshalb so wichtig, weil sie ein Verständnis für die Beziehung mit Menschen haben. Gleiches gilt für Lehrberufe: Während es viele Aufgaben gibt, bei denen die Bearbeitung am Computer leicht oder die Übernahme des Unterrichts ohne Weiteres durch Roboter möglich ist, bleibt die Kompetenz, zwischenmenschlichen Umgang zu vermitteln, den Lehrern vorbehalten.

Während es regional unterschiedlich ist, bei welchen Berufen ein Überangebot herrscht und welche gesucht werden, heißt es für so gut wie jede Branche, dass sie sich Veränderungen stellen muss.

 

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