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Casinos "sehr zufrieden": Es wird wieder gezockt in Österreich

KURIER-Logo KURIER 05.06.2020 Redaktion kurier.at

Sowohl das Glücksspiel- als auch das Sportwettengeschäft sind nach dem Lockdown "gut angelaufen".

© REUTERS

Seit Ende Mai ist das stationäre Glücksspiel wieder erlaubt, auch Wettbüros dürfen wieder offen haben. Die teilstaatlichen Casinos Austria sind mit den ersten Tagen "sehr zufrieden", wenngleich man gegenüber der Vor-Coronazeit "deutliche Einbußen" verzeichne, wie Unternehmenssprecher Patrick Minar der APA am Donnerstag sagte. Besonders die ausländischen Gäste gehen den Casinos ab.

"Grundsätzlich haben wir in einer Normalsituation ein sehr hohes Maß an ausländischen Gästen", so Minar. Wie viele es genau sind, sagte er nicht, das sei von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich und hänge auch von der Jahreszeit ab. 2018 war laut Geschäftsbericht mehr als die Hälfte der Casinobesucher aus dem Ausland gewesen; 2019 begrüßte zum Beispiel die Spielbank in Seefeld Gäste aus mehr als 30 Nationen, wie es im Geschäftsbericht des Vorjahres heißt, das neue Casinos Zell am See zog demzufolge ebenfalls internationales Publikum an.

Auch der Standort Wien lebt dem Vernehmen nach zu einem Gutteil von den sogenannten High Rollers aus dem Ausland, also von Gästen, die um sehr viel Geld spielen.

Die Spieleinsätze post Corona haben sich dem Unternehmenssprecher zufolge nicht groß verändert. Aber: Es wird etwas mehr an Automaten gespielt als zum Beispiel Roulette. Wie hoch der Anteil des "Lebensspiels" bzw. der Automaten ist, sagte Minar nicht.

2019 hatte der Konzern laut Geschäftsbericht in Österreich 2.188 Automaten und 241 Spieltische in Betrieb. In den ebenfalls zur Gruppe gehörenden WINWIN-Spielhallen standen weiters 849 Video Lottery Terminals (VLT), das sind zentralvernetzte Automaten.

Die WINWIN-Spielhallen haben ebenfalls zum Großteil wieder geöffnet. Das Geschäft laufe "ähnlich positiv" wie in den 12 Casinos, sagte Minar. Der Umsatz bleibe aber freilich hinter Normalzeiten zurück. Drei der 20 WINWIN-Standorte haben noch zu, weil sie so klein sind und sich daher die Öffnung aufgrund der Abstandsregeln nicht ausgezahlt hätte. Da nun aber die Eine-Person-pro-zehn-Quadratmeter-Regelung gefallen sei, werde man die Situation neu bewerten.

Im Gegensatz zu Gastronomiebetrieben dürfen die Casinos übrigens wieder so lange offen haben wie früher, nämlich zum Teil bis 5 Uhr in der Früh. "Wir fallen von der Verordnung her in die Kategorie der Freizeitbetriebe", so Minar. Die Casinobars und -restaurants müssen aber um 23 Uhr schließen. Ab diesem Zeitpunkt gibt es in den Casinos-Austria-Spielstätten dann nur mehr Wasserflaschen.

Novomatic: Geschäft "gut angelaufen"

Auch beim Konkurrenten Novomatic ist sowohl das Glücksspiel- als auch das Sportwettengeschäft nach dem Lockdown "gut angelaufen", so Monika Racek, Vorstandsvorsitzende der Novomatic-Tochter Admiral Casinos & Entertainmet AG, zur APA.

"Seit der Wiedereröffnung am 29. Mai haben uns hauptsächlich Stammkunden besucht, worüber wir uns sehr freuen." Beim Automatenglücksspiel habe man bereits "zufriedenstellende" Ergebnisse verzeichnet. Der Wettsektor - auch online - leidet weltweit unter den ausgefallenen Sportevents, ist zwischenzeitlich fast zum Erliegen gekommen. Bei Novomatic ist man laut Racek in diesem Bereich "trotz schwieriger Umstände" gut gestartet. Der niederösterreichische Konzern betreibt in Österreich sowohl Wettbüros als auch in einigen Bundesländern, in denen es erlaubt ist, Automatensalons. Die meisten der Admiral-Filialen sind wieder offen, die restlichen sollen in den nächsten Wochen folgen, so Racek.

Die Sicherheitsmaßnahmen, etwa Trennwände zwischen den Glücksspielgeräten und dass zwecks Abstand nur jeder zweite Wettterminal in Betrieb ist, würden sowohl von Kunden als auch von Mitarbeitern sehr geschätzt. Die Automatensalons dürfen momentan nur so viele Personen betreten, wie es Automaten gibt.

Sowohl Novomatic als auch die Casinos Austria haben ihre österreichischen Mitarbeiter nach wie vor in Kurzarbeit. Bei den Casinos sind bis Ende Juni rund 90 Prozent der Beschäftigten in der Gruppe, zu der auch die Lotterien zählen, dafür angemeldet, in je unterschiedlichem Ausmaß, wie Minar sagte. Bei Admiral arbeiten die Mitarbeiter bis einschließlich 22. Juni kurz, eine Verlängerung der Kurzarbeit bis in den September hinein sei aus heutiger Sicht nicht geplant, so Racek.

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