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Im Homeoffice: 6 Gadgets, die das Arbeiten angenehmer machen

futurezone-Logo futurezone 15.04.2020 thomas.prenner

Das Arbeiten zu Hause wird uns noch länger begleiten. Beim Kauf essenzieller Hardware gilt es einige Dinge zu beachten.

© Getty Images / katleho Seisa/iStockphoto

Durch die Corona-Krise erfährt das Homeoffice auf der ganzen Welt einen Boom. Auch, wenn die Pandemie irgendwann ausgestanden sein wird, werden wohl wesentlich mehr Menschen von zu Hause arbeiten als in Prä-Corona-Zeiten.

Grund genug also, sich ein paar Gedanken um die richtige Ausstattung zu machen. Auch wenn der Laptop auf dem Küchentisch für viele die ersten paar Wochen durchaus ausreichend war, kann man sich das Homeoffice mit ein paar Gadgets deutlich angenehmer machen. 

1. Laptop-Ständer

Eines der größten Probleme beim Arbeiten mit einem Laptop ist die Ergonomie. Wenn man das Gerät auf einem flachen Tisch stehend aufgeklappt hat, sitzt man bei der Arbeit gebückt. Eine gerade Sitzposition erreicht man ohne externen Monitor nur dann, wenn der Laptop erhöht steht. Dafür gibt es eine Reihe von speziellen Ständern, die genau das erreichen. 

Beim Kauf sollte man zuerst darauf achten, dass der jeweilige Ständer mit dem eigenen Notebook-Modell kompatibel ist. Um das herauszufinden, sollte man die Größe seines Laptops in Zoll (meist 10 bis 17 Zoll) sowie das Gewicht kennen. Anschließend kann man diese Werte mit den technischen Angaben des Ständers vergleichen. Vereinzelt sind bei den Ständern konkrete Modelle angeführt, für die sie optimiert sind. 

Infolge gilt es zu entscheiden, ob man ein fixes oder variables Gestell haben möchte. Ersteres ist in der Regel stabiler und optisch dezenter. Bei den variablen Gestellen lassen sich Höhe und Winkel hingegen optimal einstellen. 

Je nach Modell muss man mit Preisen zwischen 30 und 70 Euro rechnen. Zu namhaften Herstellern guter Laptop-Ständer zählen etwa Rain Design, Twelve South und Nulaxy

© Rain Design

2. Tastatur: Mechanisch oder Gummi

Wer den Laptop erhöht vor sich stehen hat, braucht auch eine Tastatur. Hier hat man die Wahl zwischen Funk-Tastaturen und kabelgebundenen. Außerdem gilt es hier, zwischen gewöhnlichen und mechanischen Tastaturen zu differenzieren. Der Unterschied liegt im Mechanismus, mit dem die Taste betätigt wird. Bei mechanischen Tastaturen sind das mechanische Schalter - sogenannte Switches - auf Basis von Spiralfedern. Bei gewöhnlichen Tastaturen sind es Rubberdomes. Dabei liegt eine Silikonmatte zwischen Kontakt und Taste. 

Mechanische Tastaturen sind besonders bei Gamern beliebt, da der Tastendruck präziser und pointierter ausgeführt werden kann. Der Druckpunkt ist direkter und weniger schwammig als bei den Gumminoppen normaler Tastaturen. Auch führt der Mechanismus dazu, dass die Taste sehr schnell in ihre Ausgangsposition springt, was besonders schnelles Tippen ermöglicht. Mechanische Tastaturen sind außerdem langlebiger als die Silikon-Konkurrenz.

Der größte Nachteil der mechanischen Tastaturen - abgesehen von ihrem höheren Preis - ist ihre Lautstärke. Das “Klappern” der Switches kann je nach Bauart des Mechanismus deutlich hörbar ausfallen. Für Großraumbüros sind sie darum weniger geeignet, für das Homeoffice unter Umständen aber schon eher - wenn dadurch nicht Mitbewohner in deren Homeoffice gestört werden. Beim Kauf mechanischer Tastaturen sollte man auf die Art der Taster achten. Die verbreitetste Variante sind Cherry-MX-Schalter, die es in verschiedenen Farben mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften gibt. 

Einen preisgünstigen Einstieg in die Welt der mechanischen Tastaturen bietet die Trust Gaming GXT 865 um rund 50 Euro. Mit ihren roten Switches zählt sie zu den eher leiseren Vertretern ihrer Klasse. Mit rund 110 Euro etwas teurer (und dank der grünen Switches etwas lauter) fällt die Razer Blackwidow aus. Ebenfalls 150 Euro kostet das Keyboard 4 Professional.

Rubberdome-Tastaturen sind deutlich günstiger. Verlässliche Modelle sind etwa die Cherry KC 1000 um 15 Euro oder das Logitech K280e (20 Euro) sowie das Microsoft Wired Keyboard 600 (17 Euro).

© Razer

3. Maus

Essenziell für ein ergonomisches Arbeiten ist eine externe Maus. Hier gilt es beim Kauf zu unterscheiden, ob man ein kabelgebundenes oder kabelloses Gerät haben möchte. Bei den kabellosen hat man die Wahl zwischen Bluetooth und 2,4 GHz. Der Vorteil von Bluetooth-Mäusen ist, dass sie bei Notebooks mit Bluetooth-Unterstützung direkt und ohne Dongle verbunden werden können. Außerdem kann man sie auch mit Android-Smartphones und iPads nutzen. Letztere bekommen mit den aktuellen iPadOS-Updates immer bessere Maus-Unterstützung. 

Zu entscheiden gilt es auch, welche Form man bevorzugt. Neben dem klassischen Design gibt es auch vertikale Mäuse, die für eine bessere Ergonomie sorgen sollen. Ein Relikt aus den 90ern, das bis heute überlebt hat, ist der Trackball. Dabei wird der Zeiger nicht durch Bewegung der Maus, sondern durch die Bewegung einer Kugel mit dem Daumen gesteuert. 

Günstig, minimalistisch und kabelgebunden ist Microsofts Basic Optical Mouse um 15 Euro, eine Bluetooth-Variante  von Microsoft kommt auf 20 Euro. Eine besonders lange Akkulaufzeit von bis zu 3 Jahren verspricht die Funkmaus Logitech M705 Marathon um 50 Euro. 

© Microsoft

4. Geräuschunterdrückende Kopfhörer

Besonders dann, wenn man Kinder - oder Mitbewohner mit mechanischen Tastaturen - hat, kann das Homeoffice lauter als das Großraumbüro werden. Um sich trotzdem konzentrieren zu können, bietet sich der Einsatz geräuschunterdrückender Kopfhörer an. Zwar filtern sie Sprache nicht ganz so gut wie andere, monotonere Geräusche in anderen Frequenzbereichen, für eine Spur von Ruhe sorgen sie aber dennoch. 

Bei einer Tragezeit von mehreren Stunden täglich lohnt es sich zu etwas höherpreisigen Modellen zu greifen. Zu den derzeit besten Over-Ear-Kopfhörern mit aktiver Geräuschunterdrückung zählen die Sony WH-1000XM3 (futurezone-Test). Bei einigen Händlern sind sie bereits ab knapp 270 Euro zu haben. Um etwa 250 Euro bekommt man aktuell die Bose QuietComfort 35 in der zweiten Generation. Beide Modelle lassen sich sowohl per Bluetooth als auch Kabel an den Computer anschließen. 

© Sony

5. Webcam

Während man vor einigen Monaten noch dachte, dass niemand mehr Webcams braucht, erleben sie aktuell aufgrund der zunehmenden Zahl an Videokonferenzen eine Renaissance. Das führte in Österreich in den vergangenen Tagen dazu, dass viele Modelle vergriffen sind bzw. mit längeren Lieferzeiten zu rechnen ist. 

Wer eine Webcam braucht, sollte vor dem Kauf darauf achten, dass sie den richtigen Anschluss für den eigenen Computer hat. Auch sollte man ein Auge auf die maximale Auflösung (entweder 720p oder 1080p) werfen. 

Aktuell werden Webcams bei vielen Händlern zu stark überhöhten Preisen angeboten. Bevor man sich eine überteuerte Webcam kauft, sollte man bedenken, dass man auch mit seinem Smartphone an Videokonferenzen teilnehmen kann. 

Wenn man den eigentlich üblichen Preis von rund 60 Euro bezahlt, ist die Logitech HD Pro C920 ein empfehlenswertes Modell mit 2 integrierten Mikrofonen. Um etwa die Hälfte bekommt man Microsofts LifeCam HD-3000. Jene ist aktuell aber in Österreich nur schwer lieferbar. 

© Microsoft

6. USB-Hub

Auch wenn moderne Laptops oft sehr leistungsstark sind: Mit einer Vielzahl an Anschlüssen sind die wenigsten ausgestattet. Aus diesem Grund empfiehlt es sich im Homeoffice, in einen Hub zu investieren. Beim Kauf sollte man zuerst beachten, welchen Anschluss man am Notebook hat. In den meisten Fällen wird es sich um einen gewöhnlichen USB-A-Port handeln, gerade bei neueren Geräten könnte es auch aber ein USB-C-Port - wie bei aktuellen Handys - sein. 

Bei der Wahl des Hubs gilt es zu beachten, welche Anschlüsse man haben möchte. Standard-Hubs bieten lediglich zusätzliche, gewöhnliche USB-Stecker. Andere warten auch mit Kartenlesern für verschiedene Typen auf. 

Auch sollte man beachten, ob der Hub über eine externe Stromversorgung verfügt. Besonders dann, wenn man viele energiehungrige Geräte an den Hub anschließen möchte, kann es ohne zusätzlichen Stromstecker eng werden. Wer lediglich eine Maus und einen USB-Stick per Hub verbinden möchte, dürfte aber keine Schwierigkeiten bei der Stromversorgung bekommen. 

Minimalistisch, leicht, günstig und mit USB-A-Anschluss ausgestattet ist etwa der 4-Port Ultra-Slim USB 3.0 Hub von Anker. Mit gleich sieben Anschlüssen plus 3 Smart Charing Ports, externer Stromversorgung und eigenständigem Schalter pro Port ist der Sabrent USB Hub ausgestattet.

© Sabrent
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