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Mateschitz' Badeparadies Grüne Lagune steht vor dem Aus

KLEINE ZEITUNG-Logo KLEINE ZEITUNG 21.03.2018 Kleine Zeitung

Die Grüne Lagune ist im Murtal bestens bekannt: Nach der Übernahme durch Dietrich Mateschitz im Jahr 2012 entwickelte sich der Badeteich in St. Lorenzen bei Knittelfeld zu einem der beliebtesten Naherholungsgebiete der Region. Neben dem kristallklaren Schottersee wurde ein gepflegtes Bistro mit großer Terrasse errichtet, zahlreiche Sport- und Freizeitangebote, eine moderate Preisgestaltung sowie Veranstaltungen direkt am See lockten vor allem junge Gäste. Damit soll es heuer überraschend vorbei sein: Schon im Herbst wurde die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Pächter Norbert Pichler beendet, die Entscheidung hätten er und das Projekt Spielberg gemeinsam getroffen, so Pichler. „Es ist sehr schade drum.“

Die beliebte Freizeitanlage soll heuer ihre Türen nicht mehr öffnen / Bild: Sonja Haider-Krätschmer © Die beliebte Freizeitanlage soll heuer ihre Türen nicht mehr öffnen / Bild: Sonja Haider-Krätschmer Die beliebte Freizeitanlage soll heuer ihre Türen nicht mehr öffnen / Bild: Sonja Haider-Krätschmer

Laut Bürgermeister Erwin Hinterdorfer wird nun allerdings seitens des Projekt Spielberg gar nicht mehr nach einem neuen Pächter gesucht. Denn: „Es ist einiges vorgefallen, die vielen Partys und die hohe Polizeipräsenz haben wohl nicht gepasst.“ Auch Pichler bestätigt ein immer wiederkehrendes „Lärmproblem“ und Konflikte mit Anrainern bezüglich der Musik. „Wir als Gemeinde hätten aber noch andere Möglichkeiten. Bei uns haben sich potenzielle neue Pächter gemeldet, die einen sanften Badebetrieb anbieten wollen“, so Hinterdorfer.

"Ist eine Ausrede"

Für den Bürgermeister völlig unverständlich stößt er mit dieser Idee beim Projekt Spielberg aber auf Ablehnung: „Angeblich will Dietrich Mateschitz persönlich nicht weitermachen. Wir haben nicht einmal einen Termin bekommen bei ihm. Das ärgert mich wirklich, es heißt immer, er tut viel für die Bevölkerung, aber dieses beliebte Badeparadies soll jetzt verfallen?“ Der Gemeinde sind jedenfalls die Hände gebunden.

Gegenüber dem Bürgermeister hätten die Eigentümer mit „problematischer Wasserqualität“ argumentiert. Das hält Hinterdorfer aber „für eine Ausrede. Es ist so schade um die Lagune“. Tatsächlich hat eine Untersuchung des Wassers laut der Website der Grünen Lagune die Klassifizierung 1 ergeben, das entspricht Trinkwasserqualität. Das Projekt Spielberg wollte gestern die Zukunft der Grünen Lagune nicht medial kommentieren.

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