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Überraschend: Was man alles aus Kapuzinerkresse machen kann

KURIER-Logo KURIER 21.05.2020 gabriele.kuhn

Ihr Name stammt von den Kapuzinermönchen, denen sie einst als Schutz diente. Was man aus der Gartenpflanze alles machen kann.

© Getty Images/iStockphoto/Madeleine_Steinbach/iStockphoto

„Fensterguckerl“ – so wird die Kapuzinerkresse im Volksmund genannt, sie zählt zu den hübschesten Pflanzen, die das Gartenjahr zu bieten hat und blüht unermüdlich gelb oder tieforange. Diese Kresseart enthält „natürliches Penicillin“ - also Senföle, die wie ein Natur-Antibiotikum wirken. Sie machen den scharfen Geschmack der Kapuzinerkresse aus. Vor allem die wunderschönen (und essbaren!) Blüten werden gerne verwendet, um sommerliche Speisen, wie z.B. Salate, zu garnieren – am besten, man isst täglich, bereits zum Frühstück, einfach eine ganze Blüte. Doch auch die Blätter und knackigen Samen lassen sich zu Küchenschätzen verarbeiten. Hier einige Ideen:

Pesto aus Kapuzinerkresse

Zutaten:

2 – 3 Hände voll Kapuzinerkresse, samt Blüten, 3 EL Pinienkerne oder Nusskerne, 30 g geriebener Parmesan oder Pecorino, 1 kleine Zehe Knoblauch, 6 EL Olivenöl extra vergine, Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Die Blüten und Blätter verlesen, von allfälligem Ungeziefer befreien, ganz kurz abduschen, und etwas zerkleinern. Nun mit allen anderen Zutaten in einem Mixer pürieren – die Konsistenz sollte schön cremig sein. Salzen und pfeffern, in Schraubgläser fülleund dunkel lagern. Kann man, wie normales Pesto, in die Nudeln geben oder auch als Brotaufstrich für sommerliche Crostini verwenden.

Kapuzinerkresse-Samen in Essig

© Getty Images/iStockphoto/Madeleine_Steinbach/iStockphoto

Zutaten:

Grüne Samen von der Kapuzinerkresse, 1 Zwiebel, frische Kräuter, 2 Knoblauchzehen, Pfefferkörner, 250 ml Apfelessig

Zubereitung:

Dafür die Samen der Kapuzinerkresse zunächst an einem trockenen Tag pflücken  – sie sollten noch grün sein. Sie werden nun 24 Stunden in Salzwasser gelegt, danach herausgenommen und getrocknet. In kleine Schraubgläser füllen. Je nach Lust und Laune Kräuter wie etwa Estragon, Thymian, Petersilie, Lorbeerblatt gemeinsam mit Knoblauch und Zwiebel, den Pfefferkörnern mit dem Apfelessig aufkochen. Diesen Sud über die Kapuzinerkresse-Samen gießen, sodass sie bedeckt sind. Gläser zuschrauben, zirka einen Monat lang an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen. Nach dem Öffnen rasch verbrauchen.

Tipp: Man kann die Blütenknospen der Kapuzinerkresse auch als Kapernersatz verwenden: Dafür werden sie mit Salz bestreut, einen Tag ruhen gelassen, in Gläser gefüllt, mit Essig übergossen und sterilisiert. Man kann sie wie Kapern verwenden.

Kapuzinerkresse-Salz

Zutaten:

4 Handvoll Kapuzinerkresse plus Blüten, 200 g Salz

Zubereitung:

Kresse und Blüten gut waschen, trocknen lassen. Dann mit einem Stabmixer pürieren. Mit so viel Salz vermischen, wie diese Masse aufnehmen kann. Diese Mischung über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag wird das Salz auf ein Backblech gestrichen und bei geringer Hitze im Backrohr getrocknet (etwa 1 – 2 Stunden, bei 50 bis 90 Grad, Backrohrtür offen lassen). Immer wieder durchmischen, es sollen sich keine Klumpen bilden. Durch ein Sieb streichen, in Gläser füllen. Passt wunderbar zu Fisch und Fleisch.

Kapuziner-Aufstrich

© FREMD/Deutsch Gerhard

Zutaten:

1 Packung Topfen, 1 Handvoll gehackte Blätter der Kapuzinerkresse, Blüten zum Verzieren, Salz, Zitronenpfeffer

Zubereitung:

Topfen mit Blättern verrühren, salzen und pfeffern. Passt auf dunkles Brot, man kann aber auch Palatschinken damit füllen.

Kapuzinerkresse-Butter

© Getty Images/iStockphoto/HeikeRau/iStockphoto

Zutaten:

100 g weiche Butter, 2 Handvoll Kapuzinerkresseblüten und einige Blätter, geriebene Schale einer Bio-Zitrone, Saft einer halben Bio-Zitrone, Salz, Pfeffer.

Zubereitung:

Blüten und Blätter hacken, mit Butter, Zitronenschale und Saft der Zitrone vermischen. Am besten mit einer Spritztüte handliche Portionen auf Frischhaltefolie spritzen, einfrieren. Die Kapuzinerkressebutter passt – wie jede Kräuterbutter – zu gegrilltem Fleisch oder Fisch, zu Folienerdäpfeln und eignet sich auch als gesunder Brotaufstrich.

Tipp: Wer es besonders hübsch haben mag, kann auch Butterrosetten spritzen und diese dann mit essbaren Blüten verzieren. Ein toller Hingucker für jeden Sommer-Brunch.

         

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A post shared by Kräuterkeller Blog (@kraeuterkeller) on Jun 19, 2019 at 11:50am PDT

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