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Übertragung über Badewasser unwahrscheinlich

Heute-Logo Heute 24.04.2020

Eine Übertragung über Wasser ist sehr unwahrscheinlich – Zumindest hier ist sich die globale Wissenschaftswelt einig.

Übertragung über Badewasser unwahrscheinlich © iStock Übertragung über Badewasser unwahrscheinlich

Da das Reisen der Zukunft noch vor einigen Herausforderungen steht, werden sich vermutlich erst einmal viele Menschen mit der Hoffnung auf Heimaturlaub begnügen. Sollten sowohl die Zugänge zu Badeseen als auch zu Freibädern geöffnet haben, stellt sich mancher die Frage nach der Ansteckungsgefahr.

Weltweit herrscht in der Wissenschaft Einigkeit darüber, dass eine Übertragung des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 über das Wasser als sehr, sehr unwahrscheinlich gilt, sagt der Leiter des Bereichs Öffentliche Gesundheit bei der AGES, der Infektiologe Franz Allerberger, gegenüber dem ORF.

Andere Risiken in Bädern

Wenigstens sei es fast nicht möglich sich über Kontakt mit Wasser zu infizieren, sehr wohl gäbe es aber andere Gefahrenzonen in Schwimmbädern, wie etwa den Eintritt ins Bad. "Es ist keine Frage, wenn Sie bei der Kassa dicht gedrängt anstehen, dass es hier zu Übertragungen kommen kann, aber das Baden an sich hat kein belegbares Risiko." Durch gängige Schwimmbad-Desinfektionsmittel werde die empfindliche Hülle des Coronavirus bereits zerstört.

Am sichersten schwimmt man somit in öffentlichen Bädern, die jahrelange Erfahrung mit der Abtötung von Keimen wie Noroviren und Adenoviren haben, so Allerberger weiter. Unabhängig vom Coronavirus brauche es die Desinfektion von Schwimmbädern. Ohne diese könnte es zu Krankheitsausbrüchen kommen.

Keine Ansteckungsgefahr in natürlichen Gewässern

Was die Ansteckungsgefahr in anderen Gewässern wie Teichen, Seen und Flüssen betrifft, so gibt es bis dato keinen bekannten dokumentierten Fall einer Ansteckung. Nach derzeitigem Wissensstand könne das Virus in natürlichen Gewässern kaum überleben. Auch Badetücher seien unbedenklich. Der normale Gebrauch birgt laut dem Infektiologen – auch wenn das Handtuch für längere Zeit nass ist – kein erhöhtes Infektionsrisiko in sich.

Fazit: Es ist möglich sich im Schwimmbad anzustecken, aber nicht über das Wasser. "Aus medizinischer Sicht kann man nur sagen – Schwimmen ist auch in Coronavirus-Zeiten anzuraten. Bewegungsmangel mit dem daraus resultierenden Übergewicht ist ein massives gesellschaftliches Problem, d.h. jegliche Bewegung ist zu propagieren."

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