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Wenn die Künstliche Intelligenz den Todeszeitpunkt voraussagt

Die Presse-Logo Die Presse 26.01.2018

Ärzte sagen nur ungern, wie lange ein Mensch noch zu leben hat. Derartige Prognosen sind schwierig und meistens falsch. Doch viele Menschen wollen in ihrem gewohnten Umfeld, in ihrem eigenen Zuhause die letzten Stunden im Kreise ihrer Familie verbringen. Doch meist sterben sie im Krankenhaus. Fehleinschätzungen führen dazu.

© Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Eine Künstliche Intelligenz soll nun Ärzten, Patienten und Familien helfen, sich auf das Unvermeidbare einzustellen. Patienten mit der höchsten Sterbewahrscheinlichkeit sollen rechtzeitig auf die Palliativstation verlegt werden, oder eben nachhause gebracht, um den Abschied leichter zu machen.

Anhand von 221.284 Patientenakten der in Stanford ansässigen Krankenhäuser aus mehr als 19 (1995 bis 2014) Jahren wurden untersucht. Das neuronale Netzwerk wertete die Daten aus, um den möglichen Todeszeitpunkt daraus zu errechnen.

50 zufällige Patientenakten wurden zu Testzwecken der KI vorgelegt. Diese analysierte Krankheitsverlauf, Befunde und wählte dann die Kranken aus, für die eine Heilung ausgeschlossen ist. Diese Akten wurden dann wiederum den Palliativ-Experten vorgelegt, die zu 100 Prozent mit der KI übereinstimmten.

In den nächsten Monaten soll die KI jede neue Patientenakte, die in das Stanford-Krankenhaus eingeliefert wird, vorgelegt werden und jene identifizieren, die für die Palliativpflege in Frage kämen. In diesem Versuch wird das Resultat der KI immer von Menschen gegengeprüft.

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