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Wiener Regenbogenparade erzielte Rekord

APA-LogoAPA 15.06.2019 pin
Hunderttausende bei der Parade dabei © APA (AFP) Hunderttausende bei der Parade dabei

Sommerhitze, Menschenmassen und viel Party: Mit einer halben Stunde Verspätung ist die Wiener Regenbogenparade gestartet. Der Zug ist heuer rund zwei Kilometer lang. In Summe nehmen 107 Wägen und Fußgruppen an der Parade teil - so viele wie noch nie. Der Veranstalter, die Homosexuellen Initiative Wien (HOSI), spricht von 460.000 bis 500.000 Besuchern. Das ist ein neuer Rekord.

Die Parade ist nämlich heuer Teil der EuroPride. Dabei handelt es sich um das größte europäischen Event der LGBTIQ-Community - also der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen.

Kurz vor dem Start hielt Ex-Bundespräsident Heinz Fischer unter viel Gejohle und Applaus eine kurze Ansprache. Dabei mahnte er Zusammenhalt ein: "Gemeinsam können wir sehr, sehr, sehr viel erreichen." Ebenfalls kurze Reden hielten u.a. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner, der grüne Bundessprecher Werner Kogler, SPÖ-Stadtrat Jürgen Czernohorszky und NEOS-Klubobmann Christoph Wiederkehr. Sie alle unterstrichen, sich für die Rechte von LGBTIQ-Menschen - also der homo-, bi-, trans- und intersexuellen Personen - einzusetzen.

Die sommerlich heißen Temperaturen taten dem Zustrom zur Parade keinen Abbruch: Menschenmassen säumten den Ring, um mit den Teilnehmern zu feiern. Heuer gab es 107 Beiträge, also Wägen und Fußgruppen, die die Parade bildeten. Das sind laut Organisatoren um 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei der Dekoration wurde teils viel Aufwand betrieben. Ebenso beim Styling: So gab es Engel, Bräute, Paare im Partnerlook, die Regenbogenfarben waren omnipräsent. Ebenfalls mit dabei waren Trommler- und Dudelsack-, oder Biker-Gruppen. Wummernde Bässe, mit denen die Trucks bestückt wurden, sorgten auf der Route für Stimmung.

Zu den promindesten Paradenteilnehmern zählte wohl Song-Contest-Siegerin Conchita Wurst im knallengen, weißen Latexoutfit. Sie war mit einem eigenen Truck unterwegs. Regenbogenparaden-Stammgast Hermes Phettberg ließ sich mit einem Mercedes-Oldtimer chauffieren.

Dass es sich bei der Parade eigentlich nicht um eine Party, sondern vielmehr um eine Demonstration für die Gleichberechtigung von LGBTIQ-Menschen handelt, darauf machten zahlreiche Schilder und Plakate aufmerksam. "Gewalt ist die Waffe der Schwachen" oder "Kämpfe mit uns für eine transfreundliche Welt" war zu lesen.

Die Route der Parade führt entgegen der Fahrtrichtung um den Ring, zunächst vorbei an Parlament, Heldenplatz und Staatsoper. Anschließend führt die Strecke über den Stubenring zum Schwedenplatz und auf den Franz-Josefs-Kai. Schließlich geht es vorbei an der Börse und der Universität zurück zum Rathausplatz.

Nach der Parade ist gegen 19.00 Uhr die Abschlusskundgebung am Rathausplatz avisiert. Dabei werden Bundespräsident Alexander Van der Bellen, EU-Justizkommissarin Vera Jourova, Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und Conchita Wurst sprechen.

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