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#mybodymychoice: Warum Model Nadine Leopold jetzt ein Magazin verklagt

Futter-Logo Futter 29.04.2020 Claudia Felsberger

Ein deutsches Magazin hat Fotos von Nadine Leopold abgedruckt, die mehr nackte Haut zeigen, als abgemacht war. Jetzt spricht sie erstmals darüber, was bei dem Shooting auf Ibiza vorgefallen ist.

Es sei die schmerzhafteste Erfahrung, die sie im Laufe ihrer zehnjährigen Karriere als Model gemacht hat. Die gebürtige Kärntnerin Nadine Leopold, die unter anderem schon für Victoria’s Secret über Laufstege gegangen ist, packte vor Kurzem aus. Auf Instagram berichtet sie über eine Klage, die sie gegen das deutsche Magazin „Madame“ erhoben hat. Das Magazin soll Bilder von Leopold abgedruckt haben, die das Model mit viel nackter Haut zeigen. Vereinbart war das so nicht, schreibt die Kärntnerin unter dem Hashtag #mybodymychoice. Aber von Anfang an.

Stattgefunden hat das Shooting laut Leopold schon vor einiger Zeit in Ibiza. Kurz nach der Ankunft schrillten schon die Alarmglocken: Auf einem Moodboard wurden ihr Bilder mit viel Semi-Nacktheit präsentiert. „Im Briefing war davon nie die Rede und das war etwas, das ich auf keinen Fall machen wollte. Deshalb habe ich gleich klargestellt, dass ich zu keiner Form von Nacktheit mein Einverständnis gebe“, sagt das Model. Nadine Leopold wurde versichert, dass sie keinen Grund zur Sorge habe, so das Instagram-Posting. Auch während des Shootings, als etwa durch den Wind ihre Kleidung verrutschte, wiederholte Leopold ihre Forderung.

Nadine Leopold: „Auf den Polaroids waren keine Busenblitzer zu sehen“

Die Polaroids, die Leopold während und nach dem Shooting zu sehen bekam, beruhigten sie, wie sie auf Instagram weiter berichtet: „Dort waren keine Busenblitzer zu sehen.“ Das böse Erwachen kam erst ein paar Monate später, als Leopold die Print-Ausgabe durchschaute. „Ich öffnete das Magazin und sah mehrere Fotos meiner Brüste und Nippel. Ich war mir gar nicht bewusst, dass diese Fotos gemacht worden sind, geschweige denn publiziert werden, damit sie die ganze Welt sehen.“

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I’ve received a lot of DM’s since my podcast launched from girls Sharing stories about abuse You are all so brave and it made me think that I’m now gonna do an Episode dedicated to abuse including sexual abuse, domestic abuse and abuse in the workplace I feel that considering we all need to open up about it and so many girls have recently messaged me with their stories, I would like to tell you all about a recent story of mine where I suffered abuse in the workplace ! #mybodymychoice A post shared by Nadine Leopold (@nadineleopold) on Apr 25, 2020 at 8:39am PDT

Dieser Vorfall ist nur das jüngste Beispiel von Ausbeutung in der Model-Welt. Deshalb stellt die Kärntnerin ein für alle Mal klar: „Es ist mein Körper und zu 100 Prozent meine Entscheidung, was ich damit mache.“ Die Tatsache, dass sie vor Jahren bei Shootings mehr nackte Haut gezeigt hat, bedeute nicht, dass sie das wieder tun werde. Die Fotografen haben kein Recht darauf, so Leopold.

Stellungnahme des Magazins

Groß ist die Resonanz, die Leopold bisher auf ihren Post bekommen hat. Fans zeigen sich solidarisch. Inzwischen hat sich auch Petra Winter, Chefredakteurin von „Madame“ zu Wort gemeldet. Man habe nie Zweifel daran gehabt, dass Leopold mit dem Shooting einverstanden war: „Unglücklicherweise sieht sie die Lage anders und dieses Missverständnis tut uns leid.“ Das laufende Verfahren könne sie aber nicht weiter kommentieren.

Ein Grund, warum Leopold gerade jetzt über die Klage spricht, ist ihr Podcast. Darin haben bereits andere Frauen über Ausbeutung gesprochen. Weitere Podcast-Empfehlungen findest du übrigens hier.

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Kärntner Model Jazz Egger bei der LA Fashionweek: Von blutenden Füßen und Kopfschmerzen

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